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Fußball

Bibiana Steinhaus pfeift WM-Finale

Die deutsche Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus wird das WM-Endspiel pfeifen. Das gab der Weltfußballverband FIFA bekannt. Steinhaus profitierte indirekt vom Ausscheiden des deutschen Frauen-Teams.

Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus. Foto: pa/Augenklick

Bibiana Steinhaus

Nun endet die Frauenfußball-Weltmeisterschaft doch noch für eine Deutsche als Sommermärchen. Bibiana Steinhaus pfeift an diesem Sonntag (17.07.2011) in Frankfurt am Main das Finale zwischen den USA und Japan. Das entschied der Weltfußballverband FIFA. "Wir Schiedsrichter sind Sportler. Und natürlich ist es immer unser Ziel, in einem Turnier so weit wie möglich zu kommen", hatte die 32 Jahre alte Polizistin aus Hannover vor der WM gesagt. Der Einsatz im WM-Finale ist der bisherige Höhepunkt ihrer Karriere.

Tadellose Leistungen

"Das ist ein riesiger Erfolg für Bibiana Steinhaus und für das deutsche Schiedsrichterwesen. Wir freuen uns und drücken ihr jetzt die Daumen für ein tolles Finale", sagte Lutz Michael Fröhlich, Leiter der Abteilung Schiedsrichter beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). "Bei der Frauen-WM zählte sie ganz sicher zu den Top-Schiedsrichterinnen." Steinhaus hatte das politisch brisante Vorrundenspiel USA gegen Nordkorea (2:0) und die Partie Brasilien gegen Äquatorialguinea (3:0) geleitet und dabei tadellose Leistungen gezeigt. Für die Viertel- und Halbfinalspiele war sie nicht berücksichtigt worden.

Bibiana Steinhaus im Spiel Brasilien gegen Äquatorialguinea. Foto: dpa

Bibiana Steinhaus (hier im Spiel Brasilien gegen Äquatorialguinea) ist eine Autoriät auf dem Platz

Der Weg für Steinhaus wurde erst frei, nachdem Deutschland im Viertelfinale überraschend gegen Japan 0:1 verloren hatte. Vor dem Turnier hatte Steinhaus erklärt, sie denke gar nicht daran, das Endspiel zu pfeifen, "denn im Finale spielt hoffentlich die deutsche Mannschaft". In der Frankfurter WM-Arena werden ihr als Assistentinnen Marina Wozniak und Katrin Rafalski zur Seite stehen.

Nicht in der 1. Bundesliga

Bibiana Steinhaus leitet seit vier Jahren Spiele der 2. Bundesliga der Männer. Der Aufstieg in die erste Liga blieb ihr bisher versagt. Es habe sich kein Unparteiischer aus der Zweiten Liga für die höchste Spielklasse angeboten, erklärte der DFB noch Ende Juni. "Ich kann nur Leistung anbieten", meinte Steinhaus damals diplomatisch. Vielleicht sollte der DFB seine Entscheidung noch einmal überdenken. Während der WM dürfen die Schiedsrichterinnen übrigens keine Interviews geben.

Autor: Stefan Nestler (mit sid, dapd)
Redaktion: Arnulf Boettcher

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