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Aktuell Nahost

Erneut Unruhen in Jerusalem

In der Altstadt von Jerusalem ist es erneut zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der israelischen Polizei gekommen. Es gab Verletzte auf beiden Seiten.

Nach Polizeiangaben bewarfen mehr als 100 teils vermummte Demonstranten die Beamten an der Al-Aksa-Moschee nach den Freitagsgebeten mit Steinen und Brandsätzen. Die Polizisten hätten daraufhin Blendgranaten eingesetzt. Palästinensischen Medien zufolge wurden mindestens 15 Demonstranten verletzt, ein Polizeisprecher sprach von mehreren leicht verletzten Beamten.

Anlass für die Ausschreitungen waren den Angaben zufolge palästinensische Medienberichte nach denen am vergangenen Sonntag ein israelischer Soldat bei einem Einsatz gegen ein Sitzblockade von Palästinensern an einem Zugang zum Tempelberg ein Exemplar des Koran zu Boden geworfen haben soll.

Heilige Stätte für Juden, Muslime und Christen

Israelische Sicherheitskräfte hatten aufgrund befürchteter Unruhen den Zugang zum Tempelberg-Areal in dieser Woche wiederholt für nichtmuslimische Besucher geschlossen.

Polizei feuert Blendgranaten gegen Demonstranten ab in der Altstadt von Jerusalem (Foto. Reuters)

Die Polizei ging mit Blendgranaten gegen die Demonstranten vor

Der Tempelberg im israelisch besetzten Ostteil Jerusalems, auf dem nach biblischer Überlieferung die Tempel des Salomo und des Herodes standen, ist für Juden, Muslime und Christen eine wichtige Heilige Stätte. Seit dem 13. Jahrhundert beten Juden an der Klagemauer, die dem zerstörten Allerheiligsten des Tempels am nächsten ist.

Auch für Muslime ist der Berg mit dem Felsendom und der El-Aksa-Moschee von zentraler Bedeutung: Er ist das drittwichtigste Heiligtum nach Mekka und Medina.

re/wl (rtr, ap, dpa, afp, KNA)