1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Kultur

Erdbeben in Indonesien

Zwei Erdbeben haben am Dienstag die indonesische Insel Sumatra erschüttert. Nach offiziellen Angaben starben mindestens 70 Menschen, Hunderte wurden verletzt.

Landkarte der Region mit Markierung des Epizentrums

Das Epizentrum des Bebens lag im Nordwesten Sumatras

Bei den Erdstößen wurden zahlreiche Gebäude und Straßen zerstört. Krankenhäuser waren dem Ansturm der Verletzten nicht mehr gewachsen. Noch im 420 Kilometer entfernten Singapur wurden mehrere Hochhäuser wegen der spürbaren Erdstöße vorübergehend geräumt.

Die Zahl der Toten wurde zunächst immer weiter nach oben korrigiert, Rettungsarbeiten gestalten sich offenbar schwierig. "Wir sind noch dabei, Opfer zu bergen, aber viele Straßen sind nicht befahrbar, und die Telefonleitungen funktionieren nicht", sagte Gamawan Fauzi, Gouverneur von Westsumatra. Behördenvertreter befürchten, dass noch mehr Todesopfer gefunden werden.

Unterschiedliche Angaben zur Stärke der Erdstöße

Das Epizentrum der Beben lag rund 50 Kilometer von der Provinzhauptstadt Padang entfernt. Die Beben erreichten nach Angaben der amerikanischen Geologiebehörde eine Stärke von 6,3 und 6,1 auf der Richterskala, die indonesische Meteorologiebehörde gibt die Stärke beider Beben mit 5,8 an.

Am stärksten betroffen war die 100.000-Einwohner-Stadt Solok. Hier stürzte ein zweistöckiges Haus auf einen Spielplatz, zwei Schüler und ein Lehrer starben. Zahlreiche weitere Häuser stürzten ein. Drei Menschen starben bei einem durch das Beben ausgelösten Feuer.

Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono am Rednerpult

Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono erwägt eine Reise ins Krisengebiet

Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono habe Polizei, Militär und Verwaltung angewiesen, alles für eine Verbesserung der Lage zu tun, sagte ein Sprecher. Yudhoyono erwäge eine Reise in das Katastrophengebiet.

Panik aus Angst vor Flutwellen

In Padang brach nach dem ersten Beben eine Panik unter den Einwohnern aus, die einen Tsunami befürchteten. Wie das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik erklärte, werde jedoch keine derartige Warnung ausgegeben, da sich das Beben auf Land ereignet habe.

Indonesien liegt in einer stark erdbebengefährdeten Region. Entlang seiner Westküste stoßen die indisch-australische und die pazifische Platte aufeinander, immer wieder bebt die Erde. Das bei dem Tsunami am 26. Dezember 2004 besonders betroffene Banda Aceh liegt einige Hundert Kilometer nordwestlich von Padang und Solok. (kre)

Die Redaktion empfiehlt