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Sport

England und Frankreich - oder?

England hat böse Erinnerungen, Frankreich zittert, und die Außenseiter wittern ihre Chance. Das Vorrunden-Finale in der EM-Gruppe B am Montag (21.06.2004) könnte die Fußball-Welt auf den Kopf stellen.

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Gibt es eine Überraschung durch Kroatien?

Noch alle vier Teams können in das Viertelfinale einziehen. Beckhams Engländern und Titelverteidiger Frankreich reicht schon ein Unentschieden. Doch die zum Siegen verpflichteten "Underdogs" aus Kroatien und selbst der abgeschlagene Gruppenletzte Schweiz haben den Giganten den Kampf angesagt und hoffen auf ein Fußball-Wunder.

Die Stars murren

Frankreichs Trainer Jacques Santini

Nachdenklich gestimmt: der französische Trainer Jacques Santini

Frankreich fühlt sich trotz der guten Ausgangslage nicht sicher, denn im schlimmsten Fall droht sogar das Vorrunden-Aus. Bei einer Niederlage gegen die Schweiz (18:45 Uhr UTC in Coimbra) könnte sich der Albtraum der WM 2002 in Südkorea und Japan wiederholen, als Zidane & Co. als Titelverteidiger nach der Vorrunde ausschieden. Zeichen einer gewissen Nervosität ist auch die "Rebellion" der französischen Stars: Weltfußballer Zinedine Zidane und Kapitän Marcel Desailly forderten von Trainer Santini einen Systemwechsel. Eine taktische Umstellung soll den Franzosen mehr Torchancen ermöglichen. Unterstützung bekam "Zizou" von den Stürmern Tierry Henry und David Trezeguet.

Kein schweizer Totti

Eine gute Nachricht erhielt der Schweizer Coach "Köbi" Kuhn, dessen Team noch immer torlos ist. Stürmer Alexander Frei wurde von der UEFA-Disziplinarkommission aus Mangel an Beweisen vom Vorwurf freigesprochen, im Spiel gegen England Steven Gerrard angespuckt zu haben. Doch nicht nur deshalb ist der Glaube der Eidgenossen an das "Wunder" groß. "Wie das Spiel der Letten gegen Deutschland gezeigt hat, ist bei dieser EM alles möglich. Warum soll uns keine Sensation gelingen?", fragte Torwart Jörg Stiel von Borussia Mönchengladbach. Aber daran glaubt nicht einmal sein Trainer: "Die französische Mannschaft hat so viel Potenzial, dass sie, auch wenn sie schlecht spielt, gewinnen kann."

Himmlischer Beistand?

England und Kroatien streiten im Estadio da Luz in Lissabon (ebenfalls 18:45 Uhr UTC) in ihrem ersten EM-Duell mit bewährten Mitteln um ein Happyend. England hofft wieder auf den beim 3:0 gegen die Schweiz doppelt erfolgreichen Teenager Wayne Rooney. Trainer Otto Baric erwartet erneut himmlischen Beistand und ließ seine Mannschaft am Vorabend der Partie wie schon vor dem beachtlichen 2:2 gegen Frankreich zum Wallfahrtsort Fatima pilgern.

Immer dabei: Abramowitsch und seine Milliarden

Wayne Rooney

Wild Boy: Wayne Rooney

Die "Rooney-Mania" hat inzwischen auch die Agenten der großen europäischen Klubs erfasst hat. Zwar hat FC Everton seinem Jungstar das Etikett "unverkäuflich" aufgedrückt. Aber das hat den Besitzer des FC Chelsea, der russische Öl-Milliardär Roman Abramowitsch, dessen Yacht im Hafen von Lissabon ankert, bekanntlich noch nie beeindruckt.

Trotz oder wegen des Rummels um Rooney hat man im englischen Lager Angst vor einem ähnlichen Desaster wie bei der EM 2000. Damals reichte England nach dem 1:0 gegen Deutschland ein Punkt zum Viertelfinal-Einzug. Doch nach dem 2:3 im letzten Gruppenspiel gegen Rumänien mussten sie die Koffer packen. "Wir können es uns nicht leisten, wieder nach Hause geschickt zu werden. Deshalb dürfen wir nicht selbstzufrieden sein, sondern müssen 110 Prozent geben", forderte Kapitän David Beckham.

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