1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fußball

EM-Mitfavorit Belgien demontiert Ungarn

Erst ist Belgien drückend überlegen, dann melden sich die Ungarn zurück, ehe die Roten Teufel die Partie wieder an sich reißen. Am Ende eines spannenden Achtelfinals empfehlen sich die Belgier für höhere Aufgaben.

Sie stehen auf der vermutlich leichteren Seite des Turnierbaums und ihr Weg führt weiter in Richtung Finale: Die belgische Fußball-Nationalmannschaft bezwingt im Achtelfinale von Toulouse Ungarn klar mit 4:0 (1:0) und steht im Viertelfinale. Die nicht zu Unrecht als Mitfavoriten gehandelten Belgier waren vor 29.000 Zuschauern das dominantere Team - auch wenn sie in der zweiten Hälfte wackelten.

Lange war es eine einseitige Partie in Toulouse. Die Roten Teufel aus Belgien starteten furios, spielten Ungarn förmlich an die Wand. Und für Gabor Kiraly wurde es schnell ungemütlich. Dem 40 Jahre alten Torhüter der Ungarn flog bereits in der 4. Minute ein Schuss von Kevin De Bruyne um die Ohren, aber zu seinem Glück auch über das Tor. Wenig später verfehlte Romelu Lukaku eine Hereingabe von Eden Hazard knapp (6.) und wiederum Sekunden später stellte sich Kiraly einem Schuss von Lukaku mit breiter Brust entgegen. Wie so oft im Fußball blieb ein solcher Dauerbeschuss des ungarischen Tores nicht ohne Folgen: In der 10. Minute war der Ball drin - endlich aus belgischer Sicht. Toby Alderweireld brachte sein Team mit einem gut getimten Kopfball in Führung.

Der belgische Dreizack sticht zu

Die Mannschaft von Trainer Marc Wilmots war im ersten Durchgang die erwartet stärkere, vor allem spielerisch überlegene. Einzig Torwart Kiraly stellte sich den Belgiern entschlossen in den Weg. Die deutschen Trainer Bernd Storck und Andreas Möller, die den beim Aufwärmen verletzten Laszlo Kleinheisler kurzfristig durch Adam Pinter ersetzten, musstenzusehen, wie ihre Elf fast dauerhaft in der Defensive blieb. Besonders der "Dreizack" der Teufel, Lukaku, De Bruyne und Hazard, beschäftigten die Ungarn pausenlos. Aber das Anrennen blieb ohne weiteren zählbaren Erfolg. Ungarn fiel offensiv nur durch Distanzschüsse auf - abgefeuert von Balazs Dzsudzsak und Gergö Lovrencsics.

UEFA EURO 2016 - Achtelfinale | Ungarn vs. Belgien | Torschuss De Bruyne

Der Lenker des belgischen Spiels: Kevin De Bruyne führt seine Elf ins Viertelfinale

Nach der Pause dann ein völlig anderes Bild: Zwar hatte gleich nach dem Wiederanpiff erneut Hazard die Führung auf dem Fuß, doch dann war es plötzlich ein offenes Spiel. Die Ungarn kämpften sich vor allem über Ballgewinne im Mittelfeld, mehr Laufarbeit und schieren Willen zurück in die Partie. Adam Szalai mit einem Direktschuss (52.), Pinter mit einem abgefälschten Versuch (67.) und Richard Guzmisz' Schuss knapp am langen Pfosten vorbei (69.) - Ungarn drängte auf den plötzlich gar nicht mehr so undenkbaren Ausgleich.

Belgien kontert sich ins Viertelfinale

Doch dann drehten die Belgier das Tempo noch einmal schlagartig auf und bereiten dem ungarischen Treiben ein Ende. Der gerade enigewechselte Michy Batshuayi traf mit seinem ersten Ballkontakt zum 2:0 nach einer sehenswerten Vorarbeit von Eden Hazard (78.). Der Widerstand der Ungarn war gebrochen. Denn nicht einmal zwei Minuten später stürmten die belgischen Offensivkünstler nahezu unbedrängt mit drei schnellen Pässen vor das Tor von Kiraly. Dort zog Hazard elegant nach innen und zerstörte mit seinem präzisen Schuss ins lange Eck alle Rest-Hoffnungen Ungarns (80.). Das 4:0 (90.+1) durch den eingewechselten Yannick Carrasco per Konter war dann nur Nebensache. Belgiern feiert somit den höchsten Sieg im bisherigen Turnier. Ungarn verabschiedet sich trotz Gruppensieg und überraschend starker Leistungen also im Achtelfinale, während Belgien am Freitag in Lille im Viertelfinale auf Wales trifft und dort erneut Favorit ist.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links