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Musik

Elbphilharmonie stimmt G20-Teilnehmer mit Beethoven ein

Es soll der Wunsch von Gastgeberin Bundeskanzlerin Angela Merkel gewesen sein: Am ersten Abend ihres Zusammentreffens werden sich die Staatschefs der G20 Beethovens Neunte Sinfonie mit ihrer "Ode an die Freude" anhören.

Orchesterfoto mit Kent Nagano (Felix Broede)

Kent Nagano und das Philharmonische Staatsorchester Hamburg in der Elbphilharmonie

Wenn die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer am 7. Juli in Hamburg zusammenkommen, werden sie zunächst vor der beeindruckenden Kulisse der Hamburger Elbphilharmonie posieren.

Nach einem Abendessen im Kleinen Saal des im Januar dieses Jahres eingeweihten Prachtbaus wird dann vor geladenen Gästen musiziert: Es spielt das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter der Leitung seines Chefdirigenten Kent Nagano. Der amerikanische Dirigent ist auch Generalmusikdirektor der Stadt. Darüber hinaus musizieren der Chor der Hamburgischen Staatsoper sowie die Gesangssolisten Christiane Karg, Okka von der Damerau, Klaus Florian Vogt und Franz-Josef Selig.

Programm nach Merkels Geschmack

Ludwig van Beethoven Porträt 1873 (picture-alliance/Glasshouse Images)

Ludwig van Beethoven

Die Wahl des Dirigenten soll "auf ausdrücklichen Wunsch der Kanzlerin" erfolgt sein, und die Gastgeberin des G20-Gipfels soll außerdem Einfluss auf das Programm genommen haben. Dieses besteht aus einem einzigen Werk: der Sinfonie Nr. 9 von Ludwig van Beethoven.

Das Werk enthält im Schlusssatz Beethovens Vertonung von Friedrich Schillers Gedicht "Ode an die Freude", in dem es heißt "Alle Menschen werden Brüder". Das Stück ist also als Appell an die Verbrüderung der Völker zu verstehen und zeichnet das Bild einer Utopie der Kunst. Seit 1972 ist es Europahymne. 

rf/ bb (ndr)

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