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Aktuell Welt

Eiszeit oder Tauwetter? Teheran und EU ringen im Atomstreit

Im Atomstreit gibt der Iran nicht nach: Präsident Ahmadinedschad hat in einer landesweit vom Fernsehen gezeigten Zeremonie drei Nuklearprojekte vorgestellt. Unklar ist, ob Teheran schon Öl-Exporte in die EU stoppen ließ.

Präsident Mahmud Ahmadinedschad nahm in einer Art Videokonferenz unter anderem eine Anlage zur Atomanreicherung in Natans in Betrieb. Der Komplex dort ist Agenturberichten zufolge im Vergleich zu älteren Anlagen deutlich schneller in der Lage, Uran anzureichern.

Brennstäbe aus dem eigenen Land

Außerdem wurden in einem medizinischen Forschungsreaktor in Teheran Brennstäbe installiert, die tatsächlich im Iran produziert worden waren. Der dritte Komplex, um den es bei der Zeremonie ging, liegt in Fordo rund 160 Kilometer südlich von Teheran. Über diese Anlage weiß man bislang im Westen wenig.

Ein Bild des iranischen Fernsehens aus der Nuklearanlage in Natans (Foto: Reuters)

Die Atomanlage in Natans

Eiszeit oder Tauwetter zwischen der EU und Teheran? Dazu gab es am Mittwoch widersprüchliche Meldungen. Zunächst hieß es, der Iran habe als Reaktion auf die Sanktionspolitik der Europäischen Union bereits den Export von Erdöl in die Länder Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland, Portugal und die Niederlande gestoppt. Doch diese Meldung des staatlichen Internet-Nachrichtensenders Press TV wurde wenig später vom Ölministerium offiziell dementiert. "Wenn eine solche Entscheidung getroffen wird, dann wird sie vom Obersten Nationalen Sicherheitsrat verkündet", so ein Ministeriumssprecher gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Post aus Teheran

Wenig später traf ein Brief aus Teheran in Brüssel ein: die Antwort des iranischen Chefunterhändlers Said Dschalili auf das Verhandlungsangebot der EU. Zunächst wurde von der EU-Kommission über den Inhalt des Briefes nichts mitgeteilt. Dann hieß es aber in Agenturberichten, Teheran habe seine Bereitschaft zu neuen Gesprächen erklärt. Doch ob das schon zu einer neuen Annäherung zwischen dem Iran und dem Westen reicht, bleibt zunächst fraglich.

ml/fab (dpa, rtr, AFP)

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