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Kultur

Einheitsdenkmal in Berlin erst 2018

Der Bau des Denkmals zur Deutschen Einheit am Berliner Schloss verzögert sich weiter. Das Projekt soll nun voraussichtlich erst 2018 abgeschlossen sein - fünf Jahre später als geplant.

Irgendwann wird sie neben dem Berliner Schloss stehen: die riesige goldschimmernde Wippe, die an die friedliche Revolution in der DDR 1989 und an die Wiedergewinnung der Deutschen Einheit erinnern soll. Unter dem Motto "Bürger in Bewegung" sollen die Besucher sie langsam in Bewegung versetzen können. Auf der Wippe soll der Satz stehen: "Wir sind das Volk. Wir sind ein Volk". Wann genau das Denkmal zu besichtigen sein wird, das weiß aber wohl noch keiner.

Ursprünglich für 2013 geplant

"Die Arbeiten werden voraussichtlich im Jahre 2018 abgeschlossen sein", hieß es jetzt von Seiten des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung. Die Bauarbeiten sollen demnach im kommenden Jahr beginnen. Seit 2007 ist das Denkmal beschlossen und geplant – seitdem wird der Baubeginn immer wieder verschoben. Ursprünglich hatte das Denkmal schon 2013 fertig werden sollen. Der Termin wurde dann aber mehrfach verschoben – zuletzt auf 2017.

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Denkmal für die Einheit (03.10.2015)

Auch von einer Kostensteigerung sei auszugehen: "Mit der Konkretisierung der Planung ist voraussichtlich eine Budgetanpassung verbunden", teilte die Baubehörde mit. Bisher waren maximal zehn Millionen Euro vorgesehen. Im Moment werde mit dem Land Berlin die Umsetzung der Denkmalauflagen abgestimmt. Die Baugenehmigung liegt nach Angaben des Bundesbauamts seit Oktober 2015 vor. Im Moment werde der historische Denkmalsockel hergerichtet. Die Wippe soll auf dem Sockel des früheren Nationaldenkmals für Kaiser Wilhelm I. gebaut werden.

Keine guten Vorzeichen

Von Anfang an gab es Probleme mit dem Projekt. Zuerst scheiterte ein Wettbewerb, dann trennten sich die beauftragten Künstler, schließlich verzögerten die Entdeckungen wilhelminischer Mosaike und seltener Wasserfledermäuse den Denkmalbau.

Der Entwurf stammt von den Künstlern Johannes Milla aus Stuttgart und Sasha Waltz aus Berlin. Nach Meinungsverschiedenheiten über die Umsetzung war Waltz 2012 aus dem Projekt ausgestiegen. Die Denkmäler zur Deutschen Einheit stehen scheinbar unter keinem guten Stern. In Leipzig wurde ein Einheitsdenkmal 2014 ganz abgeblasen.

nf/sti (dpa, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung)

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