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Kultur

Ein Lern-Ort deutscher Geschichte

Ein neu eröffnetes Dokumentationszentrum auf dem ehemaligen Nürnberger Reichsparteitagsgelände soll die zahlreichen Fragen zur Geschichte dieses Ortes beantworten helfen.

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Als eines der "bedeutendsten Museen" zur Nazi-Geschichte würdigte der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, bereits beim Richtfest vor einem Jahr das 21,5 Millionen Mark teure Dokumentationszentrum. Und die UNESCO verlieh der Stadt ihren Menschenrechtspreis, um deren offenen Umgang mit ihrer Vergangenheit anzuerkennen. Doch brauchten auch die Nürnberger Stadtväter bis 1996, um für das markanteste Nazi-Symbol im Stadtbild ein Museums-Konzept zu akzeptieren. Am 4. November wurde das ehrgeizige Projekt von Bundespräsident Johannes Rau der Öffentlichkeit übergeben.

Nach den Vorstellungen der Nazi-Planer, die unter der Gesamtleitung des Hitler-Architekten Alfred Speer arbeiteten, sollte die Kongresshalle an das antike Kolosseum in Rom erinnern und so das Weltmachtstreben der Deutschen untermauern. Zu den Parteitagen der NSDAP pilgerten von 1933 bis 1938 jedes Jahr für eine Woche bis zu einer Million Menschen auf das benachbarte Zeppelinfeld. In der Halle, mit deren Bau 1935 begonnen wurde, sollten sie später auch im Winter ihrem Führer zujubeln können. Die gesamte Architektur des Baus war darauf ausgelegt, dass sich die Blicke der Zuschauer auf das Rednerpult Adolf Hitlers konzentrierten.

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