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Fußball

Ein Klassiker zum Auftakt

Gleich ein Top-Spiel zum Auftakt: Meister Bayern München eröffnet gegen Borussia Mönchengladbach die neue Bundesliga-Saison. Dabei sind alle Augen vor allem auf einen gerichtet. Dabei sitzt der "nur" auf der Bank.

"Ich bin nicht der beste Trainer der Welt. Ich war Trainer einer der besten Mannschaften der Welt." Diesen bemerkenswerten Satz spricht Pep Guardiola gelassen aus. Der Rummel um den neuen Startrainer des FC Bayern München behagt ihm nicht, umso mehr freut er sich, dass es endlich losgeht mit der neuen Saison. "Wir sind bereit", sagt der charmante Katalane mit dem Drei-Tagebart und gibt zu, vor seinem Bundesliga-Debüt am Freitagabend gegen Borussia Mönchengladbach "ein bisschen nervös" zu sein. Sechs Wochen Vorbereitung sind vorbei, viele Testspiele, Turniere und das erste Pflichtspiel im DFB-Pokal erfolgreich absolviert (5:0-Sieg beim Amateurverein BSV Schwarz-Weiß Rehden). Nun folgt die Kür, der Auftakt gegen Mönchengladbach – das Duell der 70er Jahre.

Die Fans sind begeistert, der Klassiker macht Lust auf die Bundesliga. Seit 2002 eröffnet der amtierende deutsche Meister die neue Saison offiziell am Freitagabend, verloren hat er dabei noch nie. Allerdings mühte sich der FC Bayern zuletzt gegen Mönchengladbach: Am 7. August 2011 – ebenfalls zum Auftakt – siegte Gladbach gar mit 1:0, beim letzten Aufeinandertreffen am 18. Mai dieses Jahres schossen die Gladbacher sogar drei Tore in den ersten zehn Minuten – welch eine Schmach für den deutschen Rekordmeister, dessen Torwart Manuel Neuer sich wiederholt gegen Mönchengladbach einige Patzer erlaubte. Bayern drehte das Spiel aber noch zum 4:3 und machte seinem Triple-Trainer Jupp Heynckes ein schönes Abschiedsgeschenk. In Erinnerung bleiben werden dabei vor allem die Tränen, die Heynckes anschließend bei der Pressekonferenz vergoss.

"Keine Alibis mehr"

Marco Reus jubelt nach seinem Treffer gegen Bayern München. (Foto: Martin Meissner/AP/dapd)

Mönchengladbach schießt gegen Bayern München immer besonders gern Tore

Das ist jetzt aber alles Schnee von gestern, alles beginnt bei Null. "Jetzt gibt es keine Ausreden oder Alibis mehr. Die Ergebnisse müssen stimmen", macht Bayerns Sportdirektor Matthias Sammer deutlich. Im Klartext heißt das: Titel müssen her. Am besten noch mehr als drei. "Wer glaubt, dass der FC Bayern nach dem Triple satt ist, dass wir es uns ein klein wenig bequemer machen, der hat sich gründlich getäuscht", betont Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Den ersten Titel haben die Bayern allerdings schon verloren - an Borussia Dortmund im Supercup. Doch das ist ebenfalls abgehakt. "Habt Spaß und greift so gut wie möglich an", lautet Guardiolas Vorgabe an seine Spieler, die ihm sogar wichtiger sind als Trophäen. "Wenn du einen Pokal gewinnst, ist das ein schöner Moment, aber dann wandert die Trophäe in die Vitrine. Für mich ist es der beste Titel, wenn ein Spieler sagt: 'Du hast mir geholfen.'"

Die Favoritenrolle ist jedenfalls klar verteilt: Bei einem der Vorbereitungsturniere ging Mönchengladbach kürzlich noch mit 1:5 gegen die Bayern baden, zudem flogen sie aus der 1. Runde des DFB-Pokals – gegen Drittligist Darmstadt 98. "Es heißt nicht, dass wir nur, weil wir in Darmstadt verloren haben, nun auch automatisch nichts in München holen können", beschwichtigt Manager Max Eberl. "Wir brauchen ein Quäntchen Glück." Trainer Lucien Favre, ausgewiesener Guardiola-Fan, bleibt realistisch: "Es wird schwer, die Bayern zu ärgern. Man sieht sofort, was Pep will, man sieht viel Typisches aus Barcelona."

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