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Luftfahrt

Dubai Air Show: Emirates schließt Milliardendeal mit Boeing

Das Neueste aus ziviler und militärischer Luftfahrt und milliardenschwere Verträge zwischen Herstellern und Fluggesellschaften - dafür steht die Dubai Air Show. In diesem Jahr ist sie überschattet von der Katar-Blockade.

Die Dubai Air Show begann mit guten Deals für Flugzeughersteller Boeing: Knapp 13 Milliarden Euro (15,1 Milliarden US-Dollar) wird die Dubai-eigene Airline Emirates für 40 Boeing 787-10 zahlen. Die ebenfalls staatliche Azerbaijan Airlines orderten fünf Maschinen vom Typ 787-8s sowie zwei Frachtflugzeuge für geschätzt eine Milliarde Euro. Es wird nicht der letzte Abschluss auf dieser Messe sein - 2013 bestellten die regionalen Fluglinien hier Maschinen für umgerechnet 120 Milliarden Euro.

Boeing hat bereits Bestellungen für 171 Dreamliner, wie das Langstrecken-Passagierflugzeug des Chicagoer Unternehmens auch genannt wird. Die große Bestellung von Emirates soll ab 2022 ausgeliefert werden.

Emirates ist die größte nahöstliche Fluggesellschaft und bereits Boeings wichtigster Kunde für Maschinen vom Typ 777. In diesen wird die Airline künftig private Suiten anbieten. Die knapp vier Quadratmeter großen Luxuskabinen werden im Mittelgang des Flugzeugs liegen und den Himmel per Kamera auf "virtuellen Fenstern" zeigen.

Dubai Air Show (Imago)

Wird gerne in Augenschein genommen: der Dreamliner auf Dubai Air Show (hier im Jahr 2013)

Im Vorfeld war spekuliert worden, ob das Unternehmen statt mit Boeing mit dessen Konkurrenten Airbus handelseinig würde. Als die Vereinbarung mit Boeing bekanntgegeben wurde, sagte Emirates-Vorstandschef Ahmed bin Saeed Al-Maktoum: "Wir haben die beiden Äpfel verglichen." Die Boeing 787 sei "die beste Option" für Emirates.

Dubai Air Show ohne Katar

Neben Verträgen für die zivile Luftfahrt werden bei der alle zwei Jahre stattfindenden Dubai Air Show auch militärische Käufe abgeschlossen. Die weltgrößten Rüstungsunternehmen präsentieren ihre Waffen und Kampfjets bei der Messe.

Katar Doha - Passagiere warten am Flughafen (Getty Images/AFP/K. Jaafar)

Boykottiert: Hamad International Airport in Katars Hauptsadt Doha

Der Handel findet in diesem Jahr ohne Qatar Airways statt, eine der wichtigsten Langstrecken-Fluggesellschaften der Region. Im Hintergrund steht der Streit mit der kleinen Golfmonarchie. Anfang Juni hatten Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate die diplomatischen Beziehungen zu Katar unterbrochen und ihre Grenzen zu dem Land geschlossen. Die Blockade umfasst direkte Flüge nach Katar und ein Überflugverbot für katarische Maschinen. Die vier Verbündeten werfen dem kleinen Golfstaat vor, dem Iran zu politisch nahe zu stehen und militante Islamisten zu unterstützen.

hin/sam (AP, AFP)

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