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Großbritannien

Dritte Festnahme nach U-Bahn-Attentat

Die britische Polizei hat nach dem Londoner U-Bahn-Anschlag mit 30 Verletzten einen weiteren Verdächtigen festgenommen. In Wales durchsuchten Sicherheitskräfte mehrere Wohnungen.

Eine Anti-Terror-Einheit habe einen 25-Jährigen in Newport nahe der walisischen Hauptstadt Cardiff festgenommen, teilte die britische Polizei mit. Er wird verdächtigt, in das Attentat auf die Londoner U-Bahn verwickelt zu sein. Mehrere Wohnungen seien durchsucht worden, berichtete Scotland Yard.

Zunächst hatte die Polizei am Samstag einen 21-Jährigen im Londoner Stadtteil Hounslow festgenommen. Der Mann soll aus Syrien stammen. Anschließend hatten Sicherheitskräfte einen 18-jährigen Mann, mutmaßlich ein Iraker, im Abreisebereich des Hafens von Dover gefasst. Beide Männer sollen zeitweise als Pflegekinder bei einem älteren Ehepaar in Sunbury-on-Thames südwestlich von London gewohnt haben.

Explosion in der U-Bahn

Am Freitag war in London eine selbstgebaute Bombe in einer voll besetzten U-Bahn explodiert. Durch den Feuerball und anschließendes Gedränge wurden 30 Menschen verletzt. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) reklamierte den Anschlag für sich. Terrorismusexperten zweifeln allerdings daran, dass der IS verantwortlich ist - etwa weil er normalerweise auf Selbstmordattentäter setzt. Die Bombe in der U-Bahn wurde jedoch per Fernzünder aktiviert.

In den vergangenen Monaten war Großbritannien immer wieder Schauplatz terroristischer Attentate. Insgesamt wurden in diesem Jahr bereits 36 Menschen bei Anschlägen im Vereinigten Königreich getötet.

nin/wa (afp, dpa, ape, rtr)