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Fußball

Dortmund sichert sich das Viertelfinale

Borussia Dortmund folgt dem FC Bayern in das Viertelfinale der Champions League. Dazu reicht dem BVB gegen Zenit St. Petersburg sogar eine Niederlage. In der nächsten Runde wird ein wichtiger Spieler fehlen.

BVB-Trainer Jürgen Klopp ist nicht gerade berühmt für seinen Ruhepuls bei einem Spiel seiner Elf. Doch bei dem Achtelfinal-Rückspiel seiner Borussia blieb der am vergangenen Wochenende noch auf die Tribüne verbannte Coach über weite Strecken relativ ruhig. Zu wenig bot Gegner Zenit St. Petersburg, um den Dortmundern noch einmal ernsthaft gefährlich werden zu können. Erst in den letzten Minuten geriet das Blut des BVB-Trainers noch einmal in Wallung, nachdem seine Mannschaft in Rückstand geriet. Doch das 1:2 (1:1) reichte der Borussia, die ohne den angeschlagenen Marco Reus, aber mit der Gelassenheit ins Spiel gegangen war, die ihr das 4:2-Polster aus dem Hinspiel verschafft hatte.

Die erste Torchance ging an die Platzherren: Pierre-Emerick Aubameyang köpfte den Ball nach fünf Minuten aber neben das Tor. Doch der erste Treffer fiel auf der Gegenseite: Hulk hatte im Hinspiel bereits erfolgreich einen Elfmeter verwandelt, nun traf er aus über 20 Metern ins linke obere Eck (16. Minute). Roman Weidenfeller war machtlos - auch, weil ihn seine Vorderleute reihenweise im Stich ließen. Sein Gegenüber, Vyacheslav Malafeev, zeichnete sich bei einem schönen Torschuss von Kevin Großkreutz aus, war dann aber in der 38. Minute geschlagen: Kapitän Sebastian Kehl besorgte den Ausgleich. Nach einer Flanke von Marcel Schmelzer gewann er ein Kopfballduell und erzielte per Aufsetzer das 1:1.

Hulk (r.) erzielt das 1:0 für Zenit

Ein Schuss wie ein Strich: Hulk (r.) erzielt das 1:0 für Zenit

Kaum Torchancen in der 2. Halbzeit

Im zweiten Durchgang geschah zunächst nicht viel, Dortmund bekam das Spiel in den Griff, konnte aber genau wie der Tabellenzweite der russischen Liga keine gefährlichen Torraumszenen herausspielen. Ungewohnt unspektakulär für ein BVB-Spiel in der Champions League plätscherte die Partie bis zur Mitte der 2. Halbzeit dahin. Wie aus dem Nichts ging dann Zenit in Führung: Der gerade erst eingewechselte José Salomon Rondón erzielte in der 73. Minute den 2:1-Endstand. Eigentlich kein Grund zur Panik, denn die Russen hätten zu diesem Zeitpunkt mindestens einen 4:1-Auswärtssieg für das Weiterkommen benötigt. Dennoch wurde es zum Schluss noch einmal hektisch. Unter dem Strich stand jedoch der gelungene Einzug in das Viertelfinale, das die Fans frenetisch feierten.

"Natürlich haben wir heute nicht unser bestes Spiel gemacht. Trotzdem: Wir haben das Viertelfinale der Champions League erreicht", resümierte Kapitän Kehl. "Ich denke, wir könnten alle mit einem breiten Grinsen hier auflaufen. Jeder hätte natürlich gerne ein 6:1 gesehen, nachdem wir dort 4:2 gewonnen haben. Aber das ist nicht immer machbar." Sein Mannschaftskollege Großkreutz pflichtete ihm bei: "Wir kamen im Mittelfeld nicht so gut in die Zweikämpfe und St. Petersburg hat das gut gemacht, aber wir hatten auch einige Torchancen vor dem 0:1. Im Endeffekt: Hauptsache, wir sind weiter!" Einen Wermutstropfen gab es doch noch: Robert Lewandowski sah die dritte Gelbe Karte im Wettbewerb und ist damit für das Hinspiel des Viertelfinales gesperrt.

Viertelfinale: Bayern gegen Dortmund möglich

Die Spieler von Manchester United bejubeln ein Tor von Robin van Persie. (Foto: dpa)

Van Persie (2.v.l.) schießt Manchester im Alleingang ins Viertelfinale

Im Parallelspiel sicherte sich Manchester United nach einem 3:0 (2:0)-Heimsieg über Olympiakos Piräus das letzte Ticket für die Runde der besten Acht. Einen besseren Zeitpunkt, um zum ersten Mal drei Tore in einem Champions-League-Spiel zu schießen, hätte sich Robin van Persie aus Sicht von Manchester United nicht aussuchen können. Nach enttäuschender 0:2-Niederlage im Hinspiel schafften die "Red Devils" im eigenen Stadion das kleine Wunder. Van Persie besorgte das frühe 1:0 per Elfmeter, nachdem er selbst gefoult wurde (25.). Manchester ließ nicht nach, so konnte van Persie kurz vor dem Halbzeitpfiff nach feinem Pass von Wayne Rooney auf 2:0 erhöhen (45.+1). Olympiakos Piräus fand kaum ins Spiel und konnte ManUnited, dass das eigene Publikum im Old Trafford im Rücken hatte, nicht aufhalten. Ein gut platzierter direkter Freistoß von van Persie (52.) bedeutete nicht nur den dritten Treffer, sondern auch das Weiterkommen für den krisengeschüttelten englischen Klub.

Die Auslosung für das Viertelfinale findet am Freitag (21.03.2014, 12 Uhr MESZ) im Hauptquartier der Europäischen Fußball-Union (UEFA) in Nyon statt. Die Runde der letzten Acht wird am 1./2. und 8./9. April ausgetragen. Möglich wären dabei auch die Partien Real Madrid gegen den FC Barcelona oder FC Bayern München gegen Borussia Dortmund, weil es bei der Auslosung keine gesetzten Teams mehr gibt. Für das Viertelfinale qualifiziert sind

Titelverteidiger Bayern München,

Borussia Dortmund, der FC Barcelona,

Leverkusen-Bezwinger Paris St. Germain

, Atlético Madrid,

Schalke-Bezwinger Real Madrid

, Manchester United und der FC Chelsea. Das Endspiel findet am 24. Mai in Lissabon statt.

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