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Fußball

FC Bayern zieht ins Viertelfinale ein

Der FC Bayern München steht in der nächsten Runde der Champions League. Im Achtelfinal-Rückspiel reicht den Münchenern vor eigener Kulisse ein Unentschieden gegen den FC Arsenal.

Ungewohntes Bild auf der Anzeigentafel im Münchener Stadion: Kein Sieg für den FC Bayern München! Trotzdem reichte das Remis dem Titelverteidiger für ein Weiterkommen in der Königsklasse. Mit 1:1 (0:0) trennte sich der FC Bayern vom FC Arsenal und zog nach dem 2:0-Erfolg im Hinspiel in die nächste Runde ein. Damit warfen die Münchener die Londoner wie im vergangenen Jahr aus dem Wettbewerb. Damals hatte der FC Arsenal sein Auswärtsspiel in München allerdings noch mit 2:0 gewonnen und war drauf und dran gewesen, in die nächste Runde einzuziehen - nach einem 1:3 im Hinspiel.

Dieses Mal lief es etwas anders, von Beginn an dominierte der FC Bayern die Partie. Vor dem Anpfiff waren alle Augen vor allem auf einen gerichtet: Der wegen der

Steueraffäre

vor Gericht stehende Vereinspräsident Uli Hoeneß erschien äußerlich gut gelaunt im Ehrengastbereich des Stadions. Und auch auf ihn schauten die Fans im Münchener Stadion: Mesut Özil, der für Arsenal im FA-Cup zuletzt getroffen hatte, aber im Hinspiel einen Foulelfmeter verschossen hatte. Danach hatte er in England harte Kritik einstecken müssen, sogar beim Testspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Chile hatte es Pfiffe gegeben. Auch in der ersten Halbzeit blieb er blass, zur Pause wurde er wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt. Im ersten Durchgang hatte es keine Tore gegeben. Die Bayern begannen schwungvoll, es ging fast nur in eine Richtung. Der FC Arsenal wartete ab und kam nur bei Standardsituationen gefährlich vor das Tor.

Uli Honeß sitzt auf der Tribüne im Stadion

Willkommene Ablenkung vom Steuerprozess: Uli Honeß (r.) auf der Tribüne im Stadion

Poldi trifft an alter Wirkungsstätte

Erst nach dem Seitenwechsel fielen die Tore: Bastian Schweinsteiger brachte die Gastgeber aus kurzer Distanz nach schönem Zuspiel von Franck Ribéry mit 1:0 in Führung (54. Minute). Nur drei Minuten später konterten die "Gunners". Lukas Podolski, der von Beginn an spielte, stürmte über links in den Strafraum, setzte sich mit einer umstrittenen Aktion gegen Philipp Lahm durch und hämmerte den Ball zum Ausgleich in das Tor (57.). Der Ex-Bayernspieler wurde in der Folge vom Münchener Publikum ausgepfiffen.

Bayern München, das in den letzten fünf Bundesligaspielen jeweils vier oder mehr Tore erzielt hatte, tat sich in der letzten halben Stunde schwer mit dem Torabschluss. Auch ein umstrittener Foulelfmeter in der Nachspielzeit änderte das nicht: Arjen Robben fiel, Thomas Müller trat an, doch Torwart Fabianski konnte den Ball parieren. "Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, das Spiel absolut kontrolliert, keine Torchance zugelassen", resümierte Bayern-Kapitän Lahm. "Dann haben wir in der zweiten Halbzeit zu viele Fehler gemacht." Einziger Wermutstropfen für die Bayern: Wegen der dritten Gelben Karte ist Dante für das Viertelfinal-Hinspiel gesperrt.

Lukas Podolski jubelt nach seinem Treffer

Traf wieder gegen seinen alten Arbeitgeber: Lukas Podolski (2.v.r.)

Im Parallelspiel setzte sich Atlético Madrid gegen den AC Mailand durch und steht erstmals seit 17 Jahren wieder im Viertelfinale der Champions League. Drei Wochen nach dem 1:0-Hinspielsieg deklassierte der spanische Fußballclub die Italiener mit 4:1 (2:1) und peilt nun das Halbfinale der Königsklasse an.

Nur noch Dortmund mit guten Aussichten

Der FC Bayern ist der erste Bundesligist, der in die Runde der letzten acht einzieht. Am Mittwoch (12.03.2014) tritt Bayer Leverkusen mit der Hypothek einer

0:4-Niederlage bei Paris St. Germain

an. In der nächsten Woche bekommt es Borussia Dortmund zu Hause mit Zenit St. Petersburg zu tun und hat nach dem

4:2-Hinspielsieg

beste Aussichten auf das Viertelfinale. Dagegen hat Schalke 04 nach der

1:6-Heimniederlage gegen Real Madrid

nur noch theoretische Chancen auf das Weiterkommen.

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