1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Fußball

Dortmund kommt nicht vom Fleck

Der BVB muss sich gegen Wolfsburg mit einen Punkt begnügen. In Frankfurt sehen die Fans eine packende Partie mit acht Toren. Bei Hoffenheim gegen Leverkusen und Paderborn gegen Schalke geht es knapp zu.

Die letzten beiden Spiele des Jahres sollten laut Jürgen Klopp ein Geschenk für den Verein und seine Fans werden. Seine Mannschaft schien das gegen den Tabellen-Zweiten der Liga auch umsetzen zu wollen. Die Borussen begannen furios, setzten den VfL von Beginn an unter Druck und holten letztlich ein 2:2 (1:1). Der BVB war direkt hellwach: Der Kopfball des freistehenden Pierre-Emerick Aubameyang wenige Sekunden nach dem Anpfiff knapp über das Tor hatte Signalwirkung. Schließlich war Aubameyang wenig später nach einer präzisen Flanke von Ciro Immobile erfolgreicher und grätschte den Ball zum 1:0 über die Linie (8. Minute). Aber auch Wolfsburg suchte stets den Weg in die Offensive. Somit war der Ausgleich durch Kevin de Bruyne nicht überraschend (29.), auch wenn BVB-Keeper Mitchel Langerak beim diekten Freistoß des Belgiers keine gute Figur abgab. Der Schuss von de Bruyne rutschte Langerak unter der ausgestreckten Hand hindurch ins Tor.

Mit ihrer Ballsicherheit und dem Selbstbewusstsein eines Tabellenzweiten kamen die Wolfsburger immer besser ins Spiel. Mit einem Reflex verhinderte Langerak gegen Vieirinha das 1:2 (49.). Dortmund bot stets Paroli, agierte jedoch allzu oft hektisch und ungenau. Mehrfach hielt VfL-Keeper Diego Benaglio die "Wölfe" mit Glanzparaden im Spiel. Gegen einen wuchtigen 18-Meter-Schuss von Immobile hatte er jedoch keine Chance - die erneute BVB-Führung in der 76. Minute. Diese hielt dann allerdings keine zehn Minuten. Naldo konnte nach einer Ecke in der 85. Minute per Kopfball den erneuten Ausgleich für den VfL erzielen. Dabei blieb es dann auch bis zum Schluss. Der BVB bleibt weiter auf dem Relegationsplatz 16. der Bundesliga stehen.

Der Phantomschütze trifft

Erstmals seit dem Phantom-Tor vom 18. Oktober 2013 war Bayer Leverkusen zu Gast bei der TSG 1899 Hoffenheim und konnte wie schon beim viel diskutierten Spiel vor 14 Monaten drei Punkte mit nach Hause nehmen. Die Werkself setzte sich knapp aber hochverdient mit 1:0 (0:0) durch. Die Gäste hatten durch den Phantomtorschützen Stefan Kießling, der bei jeder Ballberührung ausgepfiffen wurde, ihre erste große Chance (15.). Im Anschluss waren die Leverkusener weiter am Drücker. Aber gerade Kießling konnte in der ersten Halbzeit seine Chancen noch nicht nutzten.

Erinnerungen an das Vorjahr wurden wach, als bei einem Kopfball von Adam Szalai Ömer Toprak auf der Linie rettete. Es gab kurze Diskussionen der Hoffenheimer mit dem Schiedsrichter, doch der Ball war mit großer Wahrscheinlichkeit nicht im Tor. Erst als die mitgereisten Leverkusener Anhänger schon befürchteten, ihr Club lasse trotz großer Überlegenheit erneut Punkte liegen, wurde Kießling doch noch zum Mann des Abends. In der 79. Minute stolpterte er eine flache Hereingabe von Julian Brandt aus kurzer Entfernung ins leere Tor. Der Sieg beschert Leverkusen drei wichtige Punkte im Kampf um die Champions-League-Qualifikation.

Starker Kruse schießt Gladbach zum Sieg

In der Tabelle rutschte Leverkusen allerdings von Rang drei auf Rang vier ab, weil Borussia Mönchengladbach sich mit 4:1 (2:0) gegen Werder Bremen durchsetzte und dank des besseren Torverhältnisses an Bayer vorbeischob. Werder Bremen stark und hatte anfangs Chancen. Die Gladbacher fanden schwerer ins Spiel und brauchten eine Standardsituation, um in Führung zu gehen. Philipp Bargfrede brachte Ibrahima Traore im Strafraum zu Fall, Nationalspieler Max Kruse verwandelte den folgenden Strafstoß sicher zum 1:0 (32.). Auch am zweiten Treffer war Kruse beteiligt. Seine Flanke in den Strafraum fand den gestarteten Oscar Wendt. Der Schwede konnte Bremens Keeper Raphael Wolf aus zwölf Metern mit einem Lupfer überwinden, der von Luca Caldirola dazu noch abgefälscht wurde (38.).

In der zweiten Hälfte verkürzte Zlatko Junuzovic mit einem schön in den Winkel gezirkelten Freistoß aus rund 20 Metern zwar zunächst auf 2:1 (51.). Aber die Borussia konnte zum einen durch den Treffer von Weltmeister Christoph Kramer (64.) den Abstand wieder herstellen. Zum anderen schwächten sich die Gäste selber: Caldirola, der bereits beim Tor von Wendt eine unglückliche Figur gemacht hatte, sah wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte (66.). Gladbach hatte fortan kaum Probleme und erhöhte kurz vor Schluss nach einem Konter über rechts durch Branimir Hrgota auf 4:1 (88.). Gladbach klettert in der Tabelle, Werder rutscht dagegen nach unten und übernimmt die Rote Laterne des Tabellenletzten.

Spektakel in Frankfurt

Hertha BSC verspielte in Frankfurt den Sieg. Trotz einer konfortablen 4:2-Führung bis zur 90. Minute, kamen die Berliner nicht über ein 4:4 (3:1) hinaus. Zwar war die Eintracht von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft, die Berliner konnten aber ihre wenigen Chancen eiskalt nutzen und beeindruckte mit einer gnadenlosen Chancenauswertung. Die Treffer von Anthony Brooks (21.), Änis Ben-Hatira (33.) und Julian Schieber (37.) stellten den Spielverlauf in der ersten Halbzeit komplett auf den Kopf. Daran konnte zunächst auch der Anschlusstreffer von Stefan Aigner (43.) zum 1:3-Pausenstand aus Sicht der Eintracht nichts ändern.

In der zweiten Halbzeit nahm der Wahnsinn dann seinen Lauf: Das Spiel entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, mit Vorteil für die Eintracht, die nun auch zu mehr Durchschlagskraft und Toren fand. Haris Seferovic (58.) stellte für die Eintracht den Anschluss her, ehe Herthas Peter Niemeyer zum 4:2 traf (80.). Die Heimniederlage schien besiegelt, doch Frankfurt warf nun alles nach vorne und wurde belohnt. Nach einer Flanke von links drückte Eintracht-Torjäger Alexander Meier den Ball zum 3:4 über die Linie (90.). Danach dauerte es nur 68 Sekunden bis Meier erneut zuschlug. Nach einem Durcheinander im Berliner Strafraum schob er den Ball aus fünf Metern zum 4:4-Endstand ins Tor. Frankfurt feierte den Punkt, Hertha BSC muss weiter auf den zweiten Auswärtssieg warten.

Schalke müht sich zum Sieg

Mit einem knappen 2:1 (1:1) bei Aufsteiger SC Paderborn bleibt der FC Schalke 04 im Rennen um die Europapokalplätze auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Auf dem vom Regen aufgeweichten Rasen fand der heimstarke Aufsteiger vor 15.000 Zuschauern besser ins Spiel und ging völlig verdient in Führung. Schalkes Nationalspieler Benedikt Höwedes konnte eine Flanke von Stefan Kutschke nicht verhindern. In der Mitte versuchte der andere Schalker Innenverteidiger Kaan Ayhan vor Lukas Rupp zu klären und beförderte den Ball dabei mit dem Schienbein ins eigene Tor (31.). Kurz vor der Pause glich Schalkes Goalgetter Eric Maxim Choupo-Moting aus. Paderborns Abwehr konnte eine Flanke nicht unter Kontrolle bringen und der Ball prallte Choupo-Moting vor die Füße. Der Kameruner zog aus 17 Metern ab und traf unhaltbar ins linke untere Eck (44.).

Schalke wurde mutiger, die Partie besser und abwechslungsreicher. Der eingewechselte Felipe Santana setzte einen Kopfball nur Zentimeter neben das Paderborner Tor (53.), Höger scheiterte aus zehn Metern an SC-Torwart Lukas Kruse (56.). Mit zunehmender Spieldauer musste der SC Paderborn auf dem immer tiefer werdenden Platz seinem großen Einsatz Tribut zollen. Schließlich setzte sich Schalke durch. Den wertvollen Siegtreffer erzielte in der Roman Neustädter per Kopf. Bei einer Flanke von links blieb Kruse auf der Linie statt aus seinem Tor herauszukommen, so dass Neustädter ihn mit einem Kopfballlupfer überwinden konnte.

Hier geht es zum ausführlichen Bericht über die

Dienstagsspiele des 16. Spieltags

.

Und hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen:

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links