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Terror

Doppelter Selbstmordanschlag auf Hotel in Somalia

Mindestens 14 Menschen sind bei zwei Explosionen in Mogadischu getötet worden. Die Terrormiliz Al-Shabaab bekennt sich.

Das erste Fahrzeug explodierte an einem Kontrollpunkt in der Nähe des internationalen Flughafens der somalischen Hauptstadt Mogadischu. Nach Angaben der Polizei wurden dabei drei Polizisten getötet. Kurz darauf fuhr ein Lastwagen durch den zerstörten Kontrollpunkt und explodierte ebenfalls, wie die Somalia-Mission der Afrikanischen Union (AU) via Twitter berichtete. Der Lastwagen detonierte, nach Angaben der Nachrichtenagentur AP, 200 Meter vor dem Hotel, weil Streitkräfte der AU eingreifen konnten. Die Terrormiliz Al-Shabaab bekannte sich zu dem Doppelanschlag und räumte ein, das Hotel sei das eigentliche Ziel gewesen.

Somalia Mindestens fünf Tote bei Selbstmordanschlag in Mogadischu (REUTERS/F. Omar)

Ein weiterer Anschlag in Somalia, der einen riesigen Trümmerhaufen hinterlässt

Das Peace-Hotel liegt in der Nähe des Flughafens in Mogadischu und gilt als beliebt bei westlichen Ausländern, Regierungsangehörigen und AU-Beamten. Die Explosionen beschädigten zwar die Fassade des Hotels, im Gebäude selbst gibt es nach bisherigen Erkenntnissen aber keine Todesopfer.

Politisches Chaos in Somalia

Seit 2012 hatte es durch eine Verfassungsreform Grund zur Hoffnung gegeben, das Land könne sich politisch stabilisieren, doch diese Entwicklung stagniert. Die Premierminister wurde seit 2012 zweimal per Misstrauensvotum aus dem Amt gehoben und die anstehenden Wahlen wurden verschoben. Die Terrormiliz Al-Shabaab setzt immer wieder Selbstmordattentäter gegen die Regierung, das Militär und Zivilisten ein. Die Islamisten wollen die Regierung stürzen und einen islamischen Staat am Horn von Afrika errichten.

jv/kle (afpe, rtre, dpa, ap)

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