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Sport-News

Disziplinarverfahren gegen Schalke

Das Champions-League-Playoff-Hinspiel Schalke gegen Saloniki wurde begleitet von Ausschreitungen - und einem harten Polizeieinsatz. Die UEFA leitete daraufhin ein Disziplinarverfahren gegen den FC Schalke ein.

Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 hat den Polizeieinsatz gegen die eigenen Fans während des Champions-League-Playoffspiel gegen PAOK Saloniki als "unverhältnismäßig" kritisiert. Nachdem Schalke-Fans am Mittwochabend in der Nordkurve ein Banner befreundeter Ultras des mazedonischen Clubs Vardar Skopje präsentierten, hätten sich die griechischen Anhänger provoziert gefühlt und mit einem Angriff gedroht, teilte der Verein auf der Vereins-Homepage mit. Zuvor hätten die Fans von Saloniki ebenfalls mit Aktionen provoziert, hieß es auf Seiten der Schalker Anhänger.

Pfefferspray und Gummiknüppel gegen Schalke-Fans

Für die Polizei habe das mazedonische Banner den Tatbestand der Volksverhetzung erfüllt, so der Revierclub. Die Polizei versuchte mit harten Mitteln (Pfefferspray und Gummiknüppel) eine Eskalation zu verhindern. Die mehr als 2000 griechischen Fans hätten mit Blockstürmen, Spielfeldsturm und Spielabbruch gedroht, falls das Banner nicht entfernt werde, erklärte die Polizei in einer Mitteilung. "In einem solchen Fall wäre Leib und Leben zahlreicher, auch unbeteiligter Zuschauer gefährdet worden." Zur Sicherung des polizeilichen Einsatzes und insbesondere zum Schutz der eingesetzten Kräfte sei ein massiver Einsatz von Pfefferspray und Schlagstock notwendig gewesen, rechtfertigte sich die Polizei. Die Partie endete mit einem für Schalke enttäuschenden 1:1. Das Playoff-Rückspiel zum Erreichen der Gruppenphase der Champions League findet am kommenden Dienstag in Saloniki vor leeren Rängen statt.

Schalke's Atsuto Uchida (l.) and Saloniki's Costin Lazar kämpfen um den Ball (Foto: Friso Gentsch/dpa)

Enge Partie: S04 holt nur ein 1:1 gegen PAOK

Auf Schalke gaben sich die Verantwortlichen entsetzt über das Vorgehen der Polizei: "Wir können dies absolut nicht gutheißen und bringen dafür nicht das geringste Verständnis auf", kommentierte Schalkes Geschäftsführer Peter Peters die Aktion. "Wir sehen daher dringend Gesprächsbedarf. Dieser Vorfall muss unbedingt aufgearbeitet werden." Im Block der Gäste-Fans seien zuvor Böller und Pyrotechnik gezündet wurden, so die Darstellung der Schalker. Bereits vor der Partie hatte die Polizei zwei PAOK-Fans in Gewahrsam genommen.

Zwei Tage nach den Vorkommnissen hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) ein Disziplinarverfahren gegen den FC Schalke 04 eingeleitet. Dem Revierclub werden "das Zeigen politischer Banner, Zuschauerausschreitungen und die verspätete Abgabe der Spielaufstellungen" vorgeworfen. Das teilte der Bundesligist am Freitag mit. Schalke will sich allerdings eingehend juristisch beraten lassen und auf Freispruch plädieren.

jw/of (dpa, sid)

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