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Fußball

Schalke droht das Aus in der Champions League

Schalke muss um den Einzug in die Champions League bangen. Nach dem Fehlstart in der Bundesliga droht nach dem Remis im Hinspiel ausgerechnet gegen den Klub von Ex-Trainer Huub Stevens das Aus in der Qualifikation.

Huub Stevens blieb äußerlich gefasst. Als die Schalker Fans pfiffen und es im Schalker Block zu tumultartigen Szenen kam, versuchte er, seine Spieler zu ordnen und Ruhe in das Spiel bringen. Sein Team PAOK Saloniki war als "krasser Außenseiter" nach Gelsenkirchen gereist. Noch nie hat sich der griechische Vizemeister für die Gruppenphase der Königsklasse qualifizieren können. Das 1:1 (0:1) im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation gegen Schalke 04 war somit eine faustdicke Überraschung.

Für Stevens war es ein besonderes Wiedersehen mit seinem Ex-Verein, an den er eigentlich fast nur gute Erinnerungen hat: Der Lieblingstrainer der Schalke-Fans hatte mit den Gelsenkirchenern 1997 den UEFA-Cup gewonnen und wurde in seiner ersten Amtszeit zwischen 1996 und 2002 zum "Jahrhunderttrainer". Seine zweite Amtszeit ab 2011 war nicht so erfreulich: Vor acht Monaten wurde Stevens auf Schalke entlassen und der U17-Trainer übernahm: Jens Keller, zu dem der 59-Jährige Stevens nach eigenen Angaben nach dessen Amtsübernahme keinerlei Kontakt hatte.

Zäher Beginn

Das Wiedersehen kam für alle überraschend. Saloniki war als "Lucky Loser" für den suspendierten ukrainischen Verein Metalist Charkow in die nächste Runde der Qualifikation gerückt und somit zum Schalker Gegner geworden. Die Fans im Stadion bereiteten ihrem Coach der Herzen einen warmen Empfang. Vor der Partie sorgte aber auch Stevens´ Nachfolger Jens Keller für eine Überraschung: Er nominierte den 17-jährigen Max Meyer statt Christian Clemens für die Startelf. Im Sturm fehlte der verletzte Klaas-Jan Huntelaar.

Horst Heldt begrüßt seinen Ex-Trainer Huub Stevens. (Foto: Friso Gentsch/dpa)

Wiedersehen unter alten Bekannten: Horst Heldt begrüßt seinen Ex-Trainer Huub Stevens

Nach dem Fehlstart in der Bundesliga mit nur einem Punkt und sieben Gegentoren begannen die Schalker verhalten und übernahmen erst zur Hälfte der ersten Halbzeit das Heft in Hand. Dennoch fehlt die Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Strafraum, wo sich die Schalker bald festsetzten. In der 32. Minute war es Jefferson Farfan, der den Bann brach und aus dem Strafraumgewühl heraus zum 1:0 traf. Mit nur einer Torchance der Griechen ging es in die Pause.

Danach geschah lange nichts mehr, bis den Schalker Fans in der 73. Minute der Atem stockte: Miroslav Stoch erzielte mit einem Fernschuss den Ausgleich. Die Miene Jens Kellers verfinsterte sich, die Fans begannen zu pfeifen. Auf Schalke hat man in der Regel wenig Geduld mit der eigenen Mannschaft. Ebensowenig mit dem Trainer, der sowieso als Nachfolger von Stevens seit Monaten einen schweren Stand hat. Schalke kam noch zu einer nennenswerten Chance durch Kapitän Benedikt Höwedes, jedoch nicht mehr zum Siegtreffer - keine wirklich beruhigende Ausgangslage für das Rückspiel. Zudem fiel auch noch Stürmer Farfan kurz vor dem Abpfiff mit einer Verletzung aus.

Es geht um 20 Millionen Euro

Das Rückspiel findet nächste Woche Dienstag (28.08.2013) vor leeren Rängen in Griechenland statt. Saloniki wurde von der UEFA wegen Ausschreitungen bei dem Spiel gegen Rapid Wien in der letzten Saison mit dem Zuschauer-Ausschluss im eigenen Stadion bestraft. Der Einzug in die Gruppenphase bringt den Teilnehmern 20 Millionen Euro und damit Selbstvertrauen und Geld, das die Schalker gut gebrauchen können.