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Politik

Die Video-Karriere des Osama bin Laden

Wieder hat ein Film von Osama bin Laden die Öffentlichkeit erreicht. Wieviel Information oder Desinformation in den Bildern steckt, verraten sie nicht. DW-WORLD hat eine Chronik der Bin-Laden-Videos erstellt.

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Osama bin Laden im Video vom 27.12.2001

27.12.01

Der arabische Fernsehsender El Dschasira hat das fünfte Video mit einer Rede des moslemischen Extremisten Osama bin Laden verbreitet. Das Band könnte nach den Äußerungen Bin Ladens in der Aufzeichnung von Mitte Dezember stammen. Er spreche jetzt drei Monate nach den Anschlägen in den USA und zwei Monate nach dem Beginn des "brutalen Kreuzzuges gegen den Islam", sagt er in dem Film. Somit könnte die Aufnahme aus einer Zeit stammen, bevor die die Bergfestung Tora Bora in Ostafghanistan angegriffen wurde. Dort wurde Bin Laden zuletzt vermutet. Die Anschläge am 11. September nannte der Saudi "segensreich". Er warf dem Westen erneut einen Kreuzzug gegen den Islam vor. Die US-Regierung bezeichnete das Video als "terroristische Propaganda". In dem Video sieht Bin Laden müde und blass aus, wirkt aber gefasst. Er trägt die Jacke eines Tarnanzuges und hat neben sich ein Schnellfeuergewehr russischer Produktion. "Unser Terrorismus gegen die USA ist gesegnet und hat das Ziel, die Unterdrücker zu bestrafen, damit Amerika seine Unterstützung für Israel aufgibt", sagt Bin Laden am Ende seiner Rede, in der er den USA vorwirft, ihren Krieg gegen Afghanistan lediglich aus einem Verdacht gegen ihn heraus begonnen zu haben.

Der Sender machte keine Angaben zur Herkunft des Videos. Man wolle seine Quellen nicht preisgeben, sagte ein Redakteur des Senders in London.

13.12.01

Bin Laden getaped

Eine am 9. Dezember in Afghanistan entdeckte Video-Aufzeichnung von Osama bin Laden wird schließlich in Washington veröffentlicht. In dem Amateurflim erklärt der Top-Terrorist, den Anschlag auf das New Yorker World Trade Center geplant zu haben. Man habe Opfer bei den Anschlägen vom 11. September einkalkuliert, erklärt der mutmaßliche Terroristenführer auf der Aufnahme. Sie zeigt Bin Laden bei einem Arbeitsessen mit Vertrauten, bei dem der Fundamentalistenführer sich hocherfreut darüber äußert, dass in den Terroranschlägen vom 11. September sogar mehr Menschen getötet wurden als geplant. Die Entführer der Flugzeuge seien erst kurz vor den Flügen über die Pläne informiert worden. Das Video ist für die USA das Schuldeingeständnis Bin Ladens. Einer Datumseinblenddung zufolge wurde es Mitte November aufgenommen. Es wurde bei einer Hausdurchsuchung in Dschalalabad gefunden.

3.11.01

Der islamische Extremist Osama bin Laden meldet sich knapp einen Monat nach Beginn der amerikanischen Angriffe auf Afghanistan zum zweiten Mal mit einer Video-Botschaft zu Wort. Dabei bezeichnet er die Vereinten Nationen (UNO) als Werkzeug für Verbrechen an der arabischen Welt. In der vom Sender "El Dschasira" ausgestrahlten Botschaft nannte Bin Laden führende arabische und moslemische Politiker, die mit der UNO kooperierten, "Ungläubige". Zugleich erklärte der Islamist, es gebe keine Beweise, die auf eine Verbindung zwischen den Anschlägen in den USA und Urhebern in Afghanistan hindeuteten. Wer hinter den Anschlägen steckt, sagt er allerdings nicht.

7.10.01

Osama bin Laden ruft Moslems in aller Welt in einer ersten Videobotschaft nach Beginn der alliierten Luftschläge zum Heiligen Krieg auf. In dem Film ist Bin Laden zusammen mit dem Exil-Führer der ägyptischen Islamistenorganisation "Dschihad", Aiman el Zawahiri, und dem Sprecher der Terrororganisation El Kaida, Suleiman Abu Gheith, in einem Versteck in den Bergen zu sehen. "Amerika wird nicht von Sicherheit träumen können, solange wir diese in Palästina nicht auch erleben und sich die USA von der heiligen Erde der arabischen Länder zurückziehen", sagte Bin Laden. "Die Schlacht zwischen dem Glauben und dem Unglauben hat begonnen", fügte er hinzu. Er übernahm nicht die Verantwortung für die Anschläge in den USA, sagte jedoch, "Gott hat sie Amerika beschert". Abu Gheith bezeichnete die Terroranschläge in den USA am 11. September als "natürlichen Vorfall", der das Ergebnis der amerikanischen Außenpolitik sei. Nach den Anschlägen in den USA hätten die "Ungläubigen und die Heuchler" laut geschrien, sagte Bin Laden. Um die mehr als eine Million Kinder, die im Irak gestorben seien, kümmere sich dagegen niemand.

5.10.01

Osama bin Laden in Al Dschasira

Der arabische Fernsehsender El Dschasira strahlt ein Video aus, das den mutmaßlichen saudischen Terroristenführer Osama bin Laden zusammen mit dem ägyptischen Terroristenführer Aiman el Zawahiri zeigt. Nach Angaben des Senders ist das Bildmaterial neu. Der Sender konnte jedoch nicht mit Sicherheit sagen, ob es vor oder nach den Terroranschlägen in den USA am 11. September aufgenommen wurde. (dk)

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  • Datum 28.12.2001
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