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Asien

Bin Laden meldet sich wieder zu Wort

Lange gab es keine konkreten Hinweise - jetzt will das afghanische Verteidigungsministerium über den Aufenthaltsort Osama bin Ladens Bescheid wissen. Dieser hat derweil mit einem neuen Video auf sich aufmerksam gemacht.

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Wirkt erschöpft: Bin Laden

Terroristenführer Osama bin Laden hat in seiner jüngsten Videobotschaft seine Anhänger zu weiteren Anschlägen in den USA aufgerufen. Bin Laden erklärte, die USA hätten durch die Terroranschläge vom 11. September wirtschaftliche Schäden in Höhe von einer Billion Dollar erlitten. Nun seien weitere Anschläge gefordert. Das vermutlich etwa zwei Wochen alte Videoband zeigt einen erschöpften aber unversöhnlich wirkenden Bin Laden. Es war gestern vom arabischen Fernsehsender El Dschasira in voller Länge ausgestrahlt worden.

Afghanistans Ministeriumssprecher Mohammed Habil sagte der Nachrichtenagentur Reuters in Kabul, der gesuchte Terroristenführer befinde sich in Pakistan. Er stehe unter dem Schutz von Maulana Fazalur Rehman, einem radikalen Islamistenführer. Wo genau, sagte der Ministeriumssprecher allerdings nicht - auch die Quelle der angeblichen Information wollte er nicht preisgeben.

Fazalur Rehman steht in Pakistan unter Hausarrest. Er gehört zu den Unterstützern der Taliban und Bin Ladens Terrororganisation El Kaida. Der moslemische Geistliche hatte nach den Anschlägen vom 11. September zu den Demonstrationen radikaler Moslems in Pakistan aufgerufen. Pakistans Präsident Pervez Musharraf dagegen hatte die US-Koalition gegen den Terrorismus unterstützt und war hart gegen einige Islamistenführer vorgegangen.

Pakistanische Einheiten suchen seit Wochen im Grenzgebiet zum afghanischen Tora Bora nach Bin Laden und El Kaida-Kämpfern. Bisher hatte es keinen konkreten Hinweis auf seinen Aufenthaltsort gegeben. Der Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums sagte jetzt, in Afghanistan habe die El-Kaida ihre Unterstützung vollkommen verloren. Das widerspricht der Auskunft von Außenminister Abdullah Abdullah. Der hatte noch am Mittwoch (26.12.2001) von Widerstandsnestern der Taliban und der El Kaida nahe Tora Bora und in der Region um Kandahar, im Süden Afghanistans gesprochen.

hh/dpa/Christoph Heinzle (NDR)

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