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Nahost

Die Spirale der Gewalt dreht sich wieder

Im Schatten der Libyen-Krise spitzt sich der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern gefährlich zu: Nach einem Bombenanschlag in Jerusalem flog die israelische Luftwaffe wieder Angriffe auf den Gazastreifen.

Iraelischer Panzer an der Grenze zum Gazastreifen (Foto: dpa)

Panzer an der Grenze zum Gazastreifen: Israel will Vergeltung

Israelische Kampfjets hätten "Terroristen" in dem Palästinensergebiet ins Visier genommen, teilte eine Armeesprecherin am Donnerstag (24.03.2011) mit. Die Luftwaffe hatte in der vergangenen Nacht - nur wenige Stunden nach dem schweren Bombenanschlag in Jerusalem - mit dem Militäreinsatz begonnen.

Nach Angaben der radikal-islamischen Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, flog Israel eine Reihe von Angriffen auf Ausbildungslager der Organisation nahe Gaza-Stadt sowie auf Schmugglertunnel, die aus dem Süden des Gazastreifens nach Ägypten führen. Bisher gibt es keine Berichte über Verletzten. Die israelische Armee begründete die Luftangriffe mit dem anhaltenden Granaten- und Raketenbeschuss des israelischen Grenzgebietes aus dem Gazastreifen.

Anschlagsopfer war Britin

Polizei am Tatort des Bombenanschlags in Jerusalem (Foto: dpa)

Blutiger Anschlag: eine Bushaltestelle war das Ziel

Bei dem Bombenanschlag an einer Jerusalemer Bushaltestelle waren am Mittwoch eine Frau getötet und mindestens 20 Menschen verletzt worden. Bei der Getöteten handelte es sich nach offiziellen Angaben um eine britische Staatsbürgerin. Bislang bekannte sich keine Gruppierung zu der Tat. Es war der erste tödliche Anschlag in der israelischen Hauptstadt seit Jahren.

"Verantwortungsvoll und vernünftig"

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hatte am Mittwoch eine "robuste Antwort" auf den Anschlag in Jerusalem angekündigt. Doch solle dabei "verantwortungsvoll und vernünftig" vorgegangen werden. Er bedauere, dass in jüngster Zeit gewisse Elemente versuchten, die Ruhe in der Region zu stören. Der israelische Innenminister Eli Jischai forderte "Aktionen gegen den Terror" und gab damit klar zu erkennen, dass er Palästinenser hinter dem Anschlag in Jerusalem vermutet.

Er versuche, die Lage zu beruhigen, erklärte Taher al-Nounou, Sprecher der Hamas. Er habe mit Führern der Gruppe Islamischer Dschihad telefoniert. Wie es heißt, hatte die militante Organisation Raketen auf die israelischen Städte Beersheba und Ashdod abgefeuert.

Autorin: Julia Hahn (mit dapd, dpa, rtr)
Redaktion: Christian Walz

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