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Wirtschaft

Die Post bleibt wieder liegen

Zahlreiche Brief- und Paketzusteller der Deutschen Post streiken erneut. Die Gewerkschaft Verdi hat bundesweit Zusteller zum Streik aufgerufen und rechnet mit "empfindlichen Störungen und Ausfällen".

Deutschlandweit müssen die Menschen auf ihre Post warten und mit Verzögerungen bei der Zustellung rechnen. Im Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Deutschen Post haben am Freitag die Brief- und Paketzusteller in fast allen Bundesländern ihren Warnstreik fortgesetzt. Betroffen waren Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Thüringen, Berlin und Brandenburg.

Verdi fordert für die 140.000 Tarifbeschäftigten des Konzerns kürzere Arbeitszeiten und deutlich mehr Geld. Alle bisherigen Angebote der Post hat die Gewerkschaft abgelehnt. Die Löhne sollen nach ihrem Willen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten um 5,5 Prozent angehoben werden. Verdi verlangt zudem eine Verkürzung der Wochen-Arbeitszeit auf 36 von 38,5 Stunden bei vollem Lohnausgleich.

Hoffnung auf Bewegung

Die Post hatte zuletzt betont, die bisherigen Arbeitsniederlegungen hätten sich kaum auf die pünktliche Auslieferung von Sendungen ausgewirkt. Ein Verdi-Sprecher sagte hingegen, der Streik werde zu "empfindlichen Störungen und Ausfällen" führen. Zudem hätten Postbeschäftigte berichtet, dass sie von ihren Vorgesetzten unter Druck gesetzt worden seien, nicht zu streiken. "Wir merken aber, dass der Arbeitgeber jetzt vorsichtiger wird, und sind optimistisch, dass sich bei der nächsten Verhandlungsrunde etwas bewegt", sagte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Bereits am Dienstag und Mittwoch hatten viele Beschäftigte gestreikt. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 20. und 21. Mai geplant.

dk/bea (afp/rtr/dpa)