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Kultur

Die Kotzebue Expedition

Die russische "Rund um die Welt-Umsegelung" von 1815 bis 1818 folgt dem Vorbild des britischen Entdecker James Cook.

Die russische "Rund um die Welt-Umsegelung" von 1815 bis 1818 folgt dem Vorbild des britischen Entdecker James Cook. Eigentliches Ziel der Expedition ist die Suche nach der Nordostpassage, der Verbindung zwischen Pazifik und Atlantik, die heute als Bering-Straße bekannt ist. Außerdem soll ein großer Teil der Nordwestküste Alaskas kartographiert werden.

Leiter der russischen Expedition ist Otto von Kotzebue - Sohn des deutschen Schriftstellers August von Kotzebue. Er hat bereits als Kadett an der ersten russischen Weltumsegelung unter Johann von Krusenstern teilgenommen. Die beiden deutschen Naturforscher, Adelbert von Chamisso und Johann von Eschscholtz und der deutsch-französische Künstler Ludwig Choris, begleiten Kotzebue auf seiner Reise. Allen Teilnehmern ist eines gemeinsam: Sie sind jung und träumen davon, neue Länder zu entdecken.

Kapitän Otto von Kotzebues Schiff, die "Rurik", sticht 1815 von St. Petersburg Richtung Westen in See. Eine monatelange Reise - rund um das gefürchtete Kap Horn - liegt vor der Mannschaft. 1816 erreicht Kotzebue die sibirische Küste. Kurz nach Ankunft werden erneut die Segel gesetzt. Die "Rurik" nimmt Kurs nach Norden, in die stürmische Bering-See. Kotzebue weist durch Messungen der Meeresströmungen erstmals die Existenz einer Verbindung zwischen Pazifik und Atlantik nach. Die Nordostpassage selbst jedoch erreicht die "Rurik" nicht. Heftige Winterstürme zwingen zur Umkehr.

Im Frühjahr 1817 wagt Kotzebue einen letzten Versuch, das Eismeer zu durchqueren. Aufgrund schlechten Wetters kehrt auch diesmal die "Rurik" erfolglos um. 1818 kehrt Kotzebue nach Russland zurück.

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