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Musik

Die ersten zehn ESC-Finalisten stehen fest

Ganz Stockholm vibriert seit Tagen. Am Dienstag aber ist es richtig losgegangen: Im ersten Halbfinale des Eurovision Song Contest präsentierten die ersten 18 Kandidaten ihre Songs. Die Favoriten setzten sich durch.

"Er könnte glatt nach Las Vegas gehen", sagte der ESC-Moderator Peter Urban nach dem fulminanten Auftritt des russischen Kandidaten Sergey Lazarow. (Artikelbild) Seinen Song "You are the only one" trug er begleitet von beeindruckender Videotechnik vor. Die Rechnung ging auf. Mit dieser Performance schaffte es der eher schwache Song aus Russland erwartungsgemäß ins Finale.

Zypern schickte die Rockband "Minus One" ins Rennen. Der Song "Alter Ego", der ziemlich nach der US-Rockband "The Killers" klang, kam tatsächlich durch. Für Österreich trat die Halbfranzösin Zoé Straub auf - die Wienerin sang auf Französisch; der zuckersüße Song "Loin d'ici" gefiel dem Publikum.

Aus Ungarn kam der schöne Freddie und sang mit treuen Hundeaugen "Pioneer". Das gefiel den Zuschauern überraschenderweise auch. Nina Kraljic aus Kroatien wurde für ihren Auftritt in ein Ungetüm aus Stoff gesteckt, das Lady Gaga sicherlich gut gefallen würde. Ihr "Lighthouse" werden wir im Finale noch einmal erleben. Und wahrscheinlich auch das - äh - Kleid.

Nina Kraljic aus Kroatien, Foto: Reuters

Nina Kraljic mit extravaganter Garderobe

Niederlande punkten mit Bodenständigkeit

Der Song aus den Niederlanden kam locker und akustisch daher, eine angenehme Abwechslung zwischen den anderen Titeln. Das fand auch das Publikum. Douwe Bob ist mit "Slow Down" im Finale. Iveta Mukuchyan sang "Love Wave" für Armenien im üblichen ESC-Popballaden-Sound, mit Wind, knappem Kleidchen und starker Stimme. Das kam gut an. Ein Finalplatz auch für sie.

Für die Tschechische Republik trat Gabriela Guncikovà mit "I stand" an, auch eine der üblichen ESC-Pop-Nummern, die aber dem Publikum offenbar so gut gefallen, dass es nicht genug davon bekommen kann. Bitte sehr, im Finale gibt's das ganze nochmal. Auch die Pop-Dance-Nummer aus Malta gefiel den Zuschauern. Samra Rahimli sang für Aserbaidschan die bombastische Popnummer "Miracle" und wurde dafür vom Publikum gefeiert.

Alles war dabei - Folklore mit Rap, Country-Klänge, voluminöser Pop, Discosound und die üblichen windgepeitschten ESC-Balladen. Auf der Bühne vorgetragen von Männern mit schmachtenden Blicken, nackten Oberkörpern, Hüten, tiefen Stimmen, lauten Gitarren und wilden Tattoos. Und von Frauen mit ebenfalls schmachtenden Blicken, wehenden Haaren, großen und kleinen Stimmen, knappen Kleidern und merkwürdigen Kostümen. Dazu ordentlich Licht, Pyrotechnik, Videoeffekte, alles in allem ein typischer ESC-Abend. Das dürfen wir auch vom zweiten Halbfinale am Donnerstag erwarten, von dem die DW Reporter live aus der Stockholmer Riesenkuppel berichten werden.

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