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Fußball

Die Angst vor der Pokal-Blamage

Chemnitz hat es zum Auftakt vorgemacht: Die kleinen Clubs wollen die großen Favoriten ärgern, das ist der besondere Reiz des DFB-Pokals. Auch in den Begegnungen am Samstag und Sonntag gibt es diese Chance.

Jedes Jahr wieder ist es der besondere Reiz des DFB-Vereinspokals: Die unterklassigen Fußballklubs freuen sich auf die namhaften Gegner aus den beiden Top-Ligen und geben alles, um in ihrem Spiel des Jahres für eine Sensation zu sorgen. Aus Sicht der "Gejagten" sieht das oft anders aus: Aus Angst vor einem Fehlstart in die neue Spielzeit zeigen die Favoriten nicht selten Nerven und verlieren Spiele, die sie auf dem berühmten Papier eigentlich gar nicht verlieren können. In der ersten Runde ist die Chance auf eine Pokal-Sensation besonders groß, schließlich treffen in 32 Begegnungen 64 Mannschaften aufeinander.

Am Samstag beschert Vizemeister

Borussia Dortmund

den Stuttgarter Kickers einen Zuschauerrekord. Mehr als 31.000 Karten verkaufte der Drittligist bereits für die Partie in der Fußball-Arena in Bad Cannstatt. Bislang markieren die 25.000 Zuschauer der Pokalpartie gegen den FC Bayern München aus dem Jahr 1995 den Vereinsrekord. "Die Aufregung steigt. Das wird ein großes Ereignis für uns. Aber klar ist auch: Es geht nicht nur darum, einmal vor vielleicht 35.000 Leuten zu spielen. Wir wollen uns möglichst gut präsentieren", sagte Kickers-Präsident Rainer Lorz.

Erstliga-Rückkehrer 1. FC Köln plagen unterdessen Personalprobleme. In der Partie bei der FT Braunschweig muss Trainer Peter Stöger wohl ein halbes Dutzend Spieler ersetzen - den Oberligisten wird es freuen. Auch Borussia Mönchengladbach kann beim FC Homburg nicht in Bestbesetzung antreten. Ohne seine beiden Nationalspieler Max Kruse und Christoph Kramer geht es zu dem Regionalligisten. Borussen-Trainer Lucien Favre meinte: "Jetzt beginnen die Spiele, die zählen. Da müssen wir durch."

Verlieren verboten

Der Saarbrücker Tim Stegerer (3.v.l.) freut sich mit einem Teamkollegen über den 3:1-Sieg gegen Bremen (Foto: Oliver Dietze/dpa)

DFB-Pokal 2013/14: Spieler des 1. FC Saarbrücken freuen sich über den 3:1-Erstrundensieg gegen Werder Bremen

Nach drei Erstrundenpleiten in Folge reist

Werder Bremen

am Sonntag mit großem Respekt zum Pokalspiel beim Regionalligisten FV Illertissen. "Es gibt keinen Grund, Illertissen weniger Wertschätzung entgegen zu bringen als einem Bundesligisten", sagte Werder-Trainer Robin Dutt. Sein Team müsse Selbstbewusstsein und Respekt in Balance bringen, um die erste Runde in diesem Jahr zu überstehen. "Wir sind uns bewusst, dass es nicht geht, zum vierten Mal hintereinander rauszufliegen", sagte Dutt. Einen "gewissen Druck" könne er nicht leugnen.

Der FC Bayern steht nach dem Ausfall von Javi Martinez immer noch unter Schock. Der Spanier zog sich beim 0:2 im Supercup-Spiel in Dortmund einen Kreuzbandriss zu und wird in diesem Jahr nicht mehr spielen können. Das sind nicht die besten Voraussetzungen für die Pokalpartie beim Drittligisten Preußen Münster. "Wir werden Probleme haben bis zur Winterpause", prophezeite Bayern-Coach Pep Guardiola. Doch wer glaubt ernsthaft an einen Ausrutscher des

Titelverteidigers?

Spannung bis zum Schluss

Zum Abschluss der ersten Runde stehen am Montag noch vier Duelle auf dem Programm, zweimal mit Bundesliga-Beteiligung. Der gerade noch dem Abstieg entronnene Hamburger SV muss beim Zweitliga-Absteiger Energie Cottbus ran. Es ist der erste Prüfstein für den bereits vorab angezählten HSV-Coach Mirko Slomka. Und im Topspiel tritt Schalke 04 bei Dynamo Dresden an. Die Königsblauen sind klarer Favorit gegen den Drittligisten - die beste Voraussetzung für eine weitere Pokal-Sensation.

Alle Paarungen der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde finden Sie hier.

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