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Sport

Deutsches Paralympics-Team gelandet

Mit ein wenig Verspätung ist das deutsche Paralympics-Team am Montagabend wieder in Deutschland gelandet, wo es herzlich empfangen wurde. Ausgerechnet ein Schneesturm hatte die Abreise verzögert.

Anna Schaffelhuber

Das deutsche Team um Anna Schaffelhuber (Foto) ist wieder zu Hause

Nach dem Ende der Spiele kam der Winter in den Kaukasus, und der Schnee machte den deutschen Sportlern fast einen Strich durch die Rechnung: Die Mannschaft um Fünffach-Siegerin Anna Schaffelhuber landete am Montagabend rund 30 Minuten später als geplant auf dem Flughafen in Frankfurt, ein dichter Schneesturm hatte die Abreise zunächst verzögert. 19 nordische Athleten und Betreuer, davon drei Rollstuhlfahrer, hätten in Krasnaja Poljana festgesessen, weil keine Shuttle oder Gondeln auf den Berg fahren, sagte Friedhelm Julius Beucher, der Präsident des Deutschen Behindertensportverbands (DBS). Auch die deutsche Alpin-Gruppe, die es schon bis ins Tal nach Sotschi geschafft hatte, hatte dort Probleme mit der Abreise. "Die Straßen sind wegen umgestürzter Bäume gesperrt, orkanartige Schneestürme fegen durch die Stadt", sagte Beucher.

"Deutschland freut sich"

Eine Delegation um Ole Schröder, den Parlamentarischen Staatssekretär des Bundesinnenministeriums, und Hessens Innenminister Peter Beuth begrüßte die Athleten am Frankfurter Flughafen. Beuth lobte die klare Haltung des Teams und des DBS-Präsidenten zum Verhalten Russlands auf der Krim. Die Absage Beuchers an ein gemeinsames Mittagessen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bezeichnete der CDU-Politiker als "ein starkes Zeichen des Protests". Bundespräsident Joachim Gauck gratulierte allen Medaillengewinnern und den anderen Teilnehmern schriftlich. "Ganz Deutschland freut sich mit Ihnen", schrieb Gauck.

Andrea Eskau beim Langlauf-Rennen Sotschi

Andrea Eskau gewann zwei der insgesamt neun deutschen Goldmedaillen

Die Mannschaft des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) gewann in Sotschi insgesamt 15 Medaillen, darunter neun goldene. Sie belegte Platz zwei in der Nationenwertung hinter Gastgeber Russland. "Wir können hoch zufrieden sein", sagte der Chef de Mission Karl Quade, "neben vielen Medaillen haben wir hervorragende Platzierungen erreicht." Beucher schaute schon nach vorn: "Nun müssen wir die Flamme bis zu den nächsten Paralympischen Winterspielen in der südkoreanischen Stadt Pyeongchang am Lodern halten."

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