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Pressemitteilungen

Deutsche Welle: Radiosender in Togo massiv unter Druck

Leiter von "Radio Lumière" im Interview mit DW-RADIO


Staatliche Sicherheitskräfte sind in Togo in den vergangenen Tagen massiv gegen Journalisten vorgegangen. Zum Teil seien Polizeikräfte in Redaktionsräume, etwa des Senders "Radio Lumière", eingedrungen und hätten die gesamte technische Einrichtung beschlagnahmt. Das berichtete der Leiter des Senders, Zinsou Kossinga, in einem Interview des Französischen Programms von DW-RADIO. Mitglieder der Redaktion seien mit Gewalt bedroht und massiv eingeschüchtert worden. "Als Journalist in Togo ist man gezwungen, im Untergrund zu arbeiten", sagte Kossinga. Sein in Anohé im Süden Togos beheimateter Sender gehört zu den rund 20 Rebroadcasting-Partnern der Deutschen Welle in Togo. "Ich fürchte um mein Leben und das unserer Mitarbeiter. Seit Tagen erhalte ich Drohanrufe", so Kossinga weiter.


"Radio Lumière" hatte auch über Aufrufe der Opposition zu landesweiten Protesten gegen die umstrittene Machtübergabe im Präsidentenamt berichtet. Nach dem Tod des langjährigen Herrschers Gnassingbé Eyadéma hatte das Militär des westafrikanischen Staates am 7. Februar 2005 gegen die bis dahin geltende Verfassung dessen Sohn Fauré zum Nachfolger ernannt. Das Parlament änderte kurz darauf die Verfassung.


Unabhängige Berichterstattung über die politische Krise in Togo werde von den Behörden systematisch verhindert, erklärte Kossinga auf DW-RADIO weiter: "Die Staatsmacht will offensichtlich nicht, dass die Bevölkerung weiß, was wirklich passiert."

17. Februar 2005
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  • Datum 17.02.2005
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  • Permalink http://p.dw.com/p/6GI5
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