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Wirtschaft

Deutsche tricksen beim Emissionshandel

Beim Emissionshandel bedienen sich deutsche Unternehmen einer Studie zufolge Tricks zulasten der Umwelt in Entwicklungsländern. Zu diesem Ergebnis kommt nach Informationen des "Handelsblatts" (Freitagausgabe) eine Untersuchung im Auftrag der Umweltstiftung WWF. Deren Vorwürfe beziehen sich auf die Beschaffung günstiger Emissionszertifikate im Zusammenhang mit der Produktion des klimaschädlichen Gases HFC 23.

Dem Bericht zufolge entsteht HFC 23 als Abfallprodukt bei der Herstellung eines bestimmten Kühlmittels, das bis zum Ablauf einer Übergangsfrist allein in Entwicklungsländern erzeugt werden darf. Das Gas unschädlich zu machen, sei extrem kostengünstig und technisch relativ simpel, werde aber mit reichlich Emissionszertifikaten belohnt. Diese ließen sich deutsche Unternehmen dann bei ihren eigenen Klimaschutzbemühungen anrechnen. Der Wert der Zertifikate, den sie für die Beseitigung von HFC 23 gutgeschrieben bekämen, übersteige laut Studie die Erlöse aus dem Verkauf des Kühlmittels um das Drei- bis Fünffache.