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Sport-News

Deutsche Schiedsrichter erhalten mehr Geld

Bis zu 60.000 Euro pro Saison sollen deutsche Fußball-Schiedsrichter ab kommender Saison bekommen. Damit soll abgesichert werden, dass sie weiterhin unabhängig, flexibel und professionell arbeiten können.

Herbert Fandel, Vorsitzender der DFB-Schiedsrichter-Kommission. (Foto: Boris Roessler dpa/lhe)

Herbert Fandel, Vorsitzender der DFB-Schiedsrichter-Kommission

Erst 2012 hatte der DFB einen Grundbetrag für die Schiedsrichter der Bundesliga und 2. Liga eingeführt. Diese einsatzunabhängige Bezahlung wird nun noch einmal erhöht. Top-Referees wie Felix Brych und Wolfgang Stark erhalten dann 60.000 statt bislang 40.000 Euro pro Spielzeit. "Unsere Schiedsrichter tragen eine extrem hohe Verantwortung und leisten Außergewöhnliches. Es ist unsere Aufgabe und gemeinsam mit der DFL unser Anliegen, auf die gestiegenen Anforderungen im Spitzenfußball zu reagieren und den deutschen Schiedsrichtern möglichst optimale Bedingungen zu schaffen", erklärte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach.

Schrittweise Erhöhung bis 2017

Bis zur Saison 2016/2017 soll die Summe für die deutschen Elite-Schiedsrichter schrittweise auf 75.000 Euro steigen. Ihre Kollegen, darunter auch die deutschen FIFA-Schiedsrichter mit weniger internationalen Einsätzen und Schiedsrichter der Bundesliga mit mehr als fünf Jahren Erfahrung, erhalten statt bisher 30.000 Euro in der kommenden Saison 50.000 Euro. Für alle anderen Bundesliga-Schiedsrichter ist ein fester Betrag von 40.000 Euro (bisher 20.000) vorgesehen, der sich bis zur Saison 2016/2017 auf 55.000 Euro erhöht. Durch die Anpassung erfolge eine Annäherung an die wirtschaftliche Situation der Schiedsrichter in anderen großen europäischen Ligen wie Spanien oder Italien, hieß es in einer Erklärung von DFB und DFL.

Weiter keine Profi-Schiedsrichter in Deutschland

Zusätzlich zu diesem Grundbetrag erhält jeder Unparteiische auch weiterhin ein Spielhonorar, das in den kommenden Jahren unverändert bleibt. Bundesliga Schiedsrichter erhalten weiterhin 3800 Euro pro Einsatz, in der 2. Bundesliga liegt der Betrag bei 2000 Euro. Herbert Fandel, der Vorsitzende der Schiedsrichterkommission, spricht von einer "kontinuierlichen Professionalisierung des Schiedsrichterwesens". Der DFB war bereits im vergangenen Jahr beim Beschluss des Grundbetrags dem Credo gefolgt, nicht den vom Weltverband FIFA immer wieder geforderten Profi-Schiedsrichter einzuführen, sondern seine Referees besser zu bezahlen und ihnen gleichzeitig eine berufliche Flexibilität zu erhalten.

of/jw (sid, dpa)