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Filme

Deutsche Filme auf dem Vormarsch

Bei den 56. Internationalen Filmfestspielen in Berlin (9. bis 19.2.) werden insgesamt 360 Filme aus 56 Ländern gezeigt. Stark vertreten ist auf der diesjährigen Berlinale auch der deutsche Film.

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Berlinale-Chef Dieter Kosslick

Von 26 Filmen im Wettbewerb werden diesmal 19 Filme um den Goldenen und die Silbernen Bären konkurrieren. Viele dieser Filme handeln vom Leben jenseits von Glanz und Glamour, ein weltweiter Trend, wie Berlinale-Chef Dieter Kosslick feststellte: "Das ist schön, dass die Berlinale da auch reinpasst - also realitätsnah, politisch und den Problemen der Menschen zugewandt und mit weniger Fantasy."

Michael Winterbottom

Der britische Regisseur Michael Winterbottom

So erzählt der Brite Michael Winterbottom in dem Dokudrama "The Road to Guantanamo" von drei britischen Muslimen, die nach einer Verwechslung als vermeintliche Taliban-Krieger verhaftet und im US-Gefangenenlager Guantanamo Bay ohne Anklage festgehalten werden. Wenn es nach Berlinale-Chef Kosslick ginge, so würde er gern die 450 Häftlinge, die gegen jegliches Menschenrecht gefoltert werden, auf dem roten Teppich begrüßen.

Deutscher Film in Höchstform

Der deutsche Film präsentiert sich zur Berlinale in kreativer Höchstform. Das fängt beim Wettbewerb an. Hier ruhen die deutschen Bären-Hoffnungen auf Oskar Roehlers Romanverfilmung "Elementarteilchen", Hans Christian Schmids "Reqiem" über eine Teufelsaustreibung, Matthias Glasners "Der freie Wille" und Valeska Grisebachs Liebesgeschichte "Sehnsucht".

In allen Sektionen des Festivals - vom Forum des jungen Films über das Panorama bis zum Kinderfilmfest - gibt es dieses Jahr ein starkes Angebot an deutschen Filmen, "künstlerisch der beste Jahrgang", wie Alfred Holighaus, Leiter der Reihe "Perspektive Deutsches Kino" betonte. Auch im Internationalen Forum des jungen Films finden sich zwei interessante deutsche Dokumentarfilme: Thomas Arslan hat eine Reise von Istanbul bis nach Anatolien unternommen und liefert ein Porträt der Türkei, das ganz neue Einsichten ermöglicht und Aysun Bademsoy mit "Am Rande der Städte" ebenfalls in der Türkei gedreht, ein Porträt von Rückkehrern, die in einer sehr seltsamen Zwischenwelt leben.

Auch stark vertreten: das asiatische Kino

Angesichts der Fußballweltmeisterschaft in diesem Jahr, verwundert es nicht, dass das Thema in allen Berlinale-Sektionen vorkommt. Im Wettbewerb gibt es sogar einen iranischen Fußballfilm. Aber die WM ist nur der Hintergrund, so Festival-Chef Kosslick: "In Wahrheit geht es darum, dass dort Mädchen gar nicht ins Stadion dürfen, und da entwickeln sich gewisse Dialoge, die - sage ich mal - gesellschaftspolitisch sehr erhellend sind."

Aus Ost- und Zentraleuropa gibt es mehrere Filme auf der Berlinale, etwa aus Bosnien und Rumänien, der Ukraine und Polen. Zum asiatischen Kino, das auf der diesjährigen Berlinale wieder stark vertreten ist, meinte Forum-Chef Christof Terhechte: "Originalität und eine gewisse Freiheit im Umgang mit Formen ist sicherlich bestimmend für das asiatische Kino und auch der Grund, warum wir so viele asiatische Filme zeigen."

Mit der britisch-kanadischen Koproduktion "Snow Cake" mit Alan Rickman und Sigourney Weaver in den Hauptrollen wird die Berlinale am 9. Februar eröffnet. Eine kleine große Geschichte, in der Menschen versuchen, ihre Isolation zu durchbrechen, um sich näher zu kommen. Als Berlinale-Abschlussfilm wird am 18. Februar der Western "Pat Garrett jagt Billy the Kid" von Sam Peckinpah gezeigt. In einer Gala werden am gleichen Tag die begehrten Preise, die Goldenen und Silbernen Bären, verliehen.

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