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Wirtschaft

Deutsche Bank trotz Gewinneinbruch im Plus

Zahlreiche Unternehmen legten am Donnerstag Geschäftszahlen vor. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei der Deutschen Bank.

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Deutsche Bank Zentrale in Frankfurt

Die deutschen Aktien konnten am Donnerstag überwiegend Gewinne verzeichnen. Der DAX schloß mit 1,1 Prozent im Plus bei 5108 Punkten. Auch die Titel am Neuen Markt legten zu: Der Nemax-50-Index stieg um 2,4 Prozent auf 1156 Zähler.

Der unerwartet starke Anstieg des Chicagoer Einkaufsmanager-Indizes, einem US-Konjunkturindikator, sei auch in Frankfurt positiv aufgenommen worden, hieß es an der Börse.

Besondere Aufmerksamkeit galt Deutschen Bank, die am Donnerstag ihre Geschäftszahlen präsentierte. Die sorgten anfänglich für Verwirrung bei den Anlegern, denn ein Vergleich der Zahlen ist wegen der Umstellung auf die US-Bilanzierungsregeln (US-GAAP) schwierig. Klar ist zumindest, dass der Gewinn der größten deutschen Privatbank im letzten Jahr deutlich zurückgegangen ist. An der Börse führte dies zunächst zu Verlusten der Aktie. Dann erholte sich das Papier allerdings wieder und schloß mit zwei Prozent im Plus. Händler begründeten dies damit, dass die Bank ihren rigorosen Sparkurs fortsetzen will und auch weitere Stellenstreichungen nicht ausschließt.

Obwohl das Kartellamt am Donnerstag bekannt gab, dass es einen Verkauf des Telekom-Kabelnetzes an den US-Konzern Liberty Media in der geplanten Form nicht genehmigen werde, stiegen die Aktien der Telekom um fast drei Prozent. Dies war überraschend, denn viele Analysten sind besorgt, dass sich der Schuldenabbau der Telekom verzögern könnte, wenn das Fünf- Milliarden-Euro-Geschäft nicht zustande käme.

Das Papier von Chiphersteller Infineon legte über fünf Prozent zu und war damit der stärkste Wert im DAX. Händler verwiesen zur Begründung auf Kooperationsgespräche zwischen Infineon und dem südkoreanischen Mitbewerber Hynix. Außerdem stiegen die Preise für Speicherchips, wie sie Infineon herstellt, hieß es an der Börse.

Schwach präsentierte sich die Aktie von DaimlerChrysler, die ein Prozent verlor. Deutsche Bank-Chef Rolf Breuer hatte vor Analysten gesagt, das Kreditinstitut werde seinen Anteil von 11 Prozent an dem Autobauer verringern, falls der Aktienkurs nicht kurzfristig steige.

Größter Verlierer im DAX war das Papier von MLP. Der Finanzdienstleister hatte am Donnerstag ebenfalls Geschäftszahlen vorgelegt, die am Markt zunächst positiv aufgenommen wurden. Im Tagesverlauf machten sich Händlern zufolge aber Gerüchte um Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung breit, und die drückten schwer auf den Kurs. MLP ging mit einem Minus von fast fünf Prozent aus dem Handel.

Am Rentenmarkt gab der Richtung weisende Bund-Future um 0,1 Prozent auf 107,54 Punkte nach. Der Rentenmarkt-Index Rex sank um 0,11 Prozent auf 112,66 Zähler. Die Umlaufrendite betrug 4,79 Prozent, drei Basispunkte höher als am Vortag.

Die Schlußkurse der DAX-Werte (in Euro, ohne Gewähr):

Wertpapier Kurs Veränderung

Adidas-Salomon 78,99 2,99
Allianz 261,50 2,05
BASF 44,99 0,49
Bayer 37,18 0,28
Bay. HypoVereinsbank 35,59 0,19
BMW 42,85 1,58
Commerzbank 19,07 -0,21
DaimlerChrysler 46,95 -0,60
Degussa 32,93 0,22
Deutsche Bank 72,12 1,42
Deutsche Post 14,91 -0,13
Deutsche Telekom 17,15 0,43
E.ON 59,42 1,19
Epcos 45,84 0,34
Fresenius Medical Care 65,40 0,24
Henkel 64,53 0,54
Infineon Technologies 25,01 1,21
Linde 50,00 1,31
Lufthansa 16,98 0,11
MAN 26,60 0,80
Metro 37,62 0,62
MLP 68,06 -3,34
Münchener Rück 276,00 2,81
Preussag 34,10 -0,10
RWE 43,27 0,62
SAP 162,00 3,02
Schering 64,84 0,27
Siemens 68,55 -1,15
ThyssenKrupp 16,35 0,10
VW 55,50 1,25


Die Referenzkurse der EZB für einige Devisen. Ein Euro entspricht:

0,8637 US-Dollar
114,73 jap. Yen
0,6110 brit. Pfund

  • Datum 31.01.2002
  • Autorin/Autor Andreas Becker
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1mGl
  • Datum 31.01.2002
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