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Wirtschaft

Der lange Abschied des Mr. Euro

Der erste Präsident der Europäischen Zentralbank gibt sein Amt im nächsten Jahr auf. Geht Wim Duisenberg freiwillig oder reagiert er auf politischen Druck?

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Der Währungshüter und die neue Währung

Nach der Rücktrittsankündigung des ersten Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB), Wim Duisenberg, ist die Debatte um die Hintergründe seines Abgangs und seine Nachfolge entbrannt. Zuvor hatte die EZB am Donnerstag in Frankfurt mitgeteilt, dass Duisenberg am 9. Juli 2003 zurück tritt. In Anbetracht seines Alters wolle Duisenberg nicht die volle Amtszeit von acht Jahren als Präsident der EZB ableisten. Am Tag des geplanten Rücktrittes feiert Duisenberg seinen 68. Geburtstag. Er ist seit Juni 1998 EZB-Präsident.

Kein Kommentar

In ersten Reaktionen äußerten sich die deutsche und französische Regierung zurückhaltend. "Das ist seine persönliche Entscheidung, die man respektieren muss", sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums in Berlin. "Wir kommentieren sie nicht." Zu möglichen Nachfolgern wollte der Sprecher nichts sagen: Diese Frage "diskutieren wir nicht in der Öffentlichkeit", sagte er. Auch der französische Finanzminister Laurent Fabius lehnte einen Stellungnahme zum angekündigten Rücktritt Duisenbergs ab. Er sagte lediglich, dies sei für ihn "keine Sensation". Die EU-Kommission kommentierte die Rücktritts-Ankündigung ähnlich zurückhaltend. Duisenberg sei ein Mann, "der seine persönliche Verpflichtung respektiert", erklärte ein Sprecher von EU-Währungskommissar Pedro Solbes in Brüssel.

Frühzeitiger Abgang

Wim Duisenberg, wird fast drei Jahre vor Ablauf seiner Amtszeit zurücktreten. Bereits bei seinem Amtsantritt 1998 hatte der frühere niederländische Finanzminister und Notenbankchef erklärt, auf Grund seines Alters nicht für die volle Amtszeit von acht Jahren als EZB-Präsident zur Verfügung zu stehen. Seine jetzige Entscheidung sei vor diesem Hintergrund zu sehen, betonte die EZB.

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