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Bundesbank

Der Goldschatz kehrt schneller zurück

Die Deutsche Bundesbank ist dabei, Gold aus ihrem Besitz, das bisher im Ausland lagert, nach Deutschland zu holen. Jetzt will sie den Transport schneller als bisher geplant abschließen.

Die Transportwege sind natürlich streng geheim. Denn es geht um Tonnen reinen Golds, die in die Tresore der Bundesbank nach Frankfurt am Main gebracht werden. Bis 2020, so der bisherige Plan, sollte die Hälfte der deutschen Goldbestände im eigenen Land gelagert sein. Insgesamt umfasst der deutsche Goldschatz nach jüngster Zählung 3381 Tonnen.

"Wir liegen sehr gut im Zeitplan und sind uns sicher, dass wir unser Ziel vor 2020 erreichen werden", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele der Deutschen Presse-Agentur dpa. Mit der Rückhol-Aktion begann die Bank 2013. Davor lagerten nur 31 Prozent der deutschen Goldbarren tatsächlich in Deutschland. Wie viel Gold 2016 hinzukam, will die Bundesbank im Januar verraten. Deutschland hat mit mehr als 270.000 Barren den zweitgrößten Goldschatz der Welt.

Zu Zeiten des Kalten Krieges galt es als sicherer, das deutsche Gold in Tresoren in New York, London oder Paris zu verwahren. Seit 2010 ist Frankfurt mit rund 1403 Tonnen die größte Lagerstätte des deutschen Goldes - vor der Fed in New York, der Bank of England in London und der Banque de France in Paris. Die Lager in Frankreich gibt die Bundesbank völlig auf.

Noch keine formelle Einigung über Goldreserven (picture-alliance/dpa)

Goldlager der Federal Reserve Bank in New York

4000 Tonnen Goldschmuck

Bis zur deutschen Einheit hatte die Bundesbank nur 77 Tonnen Gold in Deutschland, was seinerzeit nur zwei Prozent des Gesamtbestandes entsprach. 2012 hatte der Bundesrechnungshof moniert, die Bundesbank habe die deutschen Goldreserven jenseits der Landesgrenzen noch nie "körperlich aufgenommen und auf Echtheit und Gewicht" geprüft. Das ist mittlerweile aber geschehen.

Übrigens sind auch Privatleute in Deutschland Besitzer eines riesigen Goldschatzes. Sie besitzen mittlerweile die Rekordmenge von 8672 Tonnen des Edelmetalls. Gut die Hälfte halten sie in Form von Barren und Münzen, aber knapp 4000 Tonnen sind Schmuck. Forscher einer privaten Hochschule ermittelten die Zahlen im August dieses Jahres. Wert des privaten Goldbestands zu diesem Zeitpunkt: 375 Milliarden Euro.

 

ar/zdh (dpa – Archiv)

 

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