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Wirtschaft

Bundesbank holt noch mehr Gold nach Frankfurt

Die Bundesbank hat im vergangenen Jahr weitere 210 Tonnen Gold aus ihren Beständen in New York und Paris nach Frankfurt geholt. Bis 2020 will sie mehr als die Hälfte der Goldreserven in heimischen Tresoren lagern.

Die Bundesbank treibt die Verlagerung der Hälfte ihrer Goldreserven nach Frankfurt mit großem Tempo voran. Im vergangenen Jahr seien insgesamt 210 Tonnen des Edelmetalls aus dem Ausland in die Notenbank-Zentrale geholt worden, teilte die Bundesbank am Mittwoch mit. Das sei deutlich mehr als 2014. "Damit liegen wir sehr gut im Zeitplan", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. "Seit Ende vergangenen Jahres ist Frankfurt mit annähernd 1403 Tonnen Gold vor New York unsere größte Lagerstelle." Die deutsche Zentralbank besitzt mit rund 3400 Tonnen des Edelmetalls den zweitgrößten Goldschatz der Welt nach den USA.

Aus historischen Gründen lagert der Großteil des Milliardenschatzes im Ausland: Bei der US-Notenbank Fed in New York, der Banque de France in Paris und der Bank of England in London. 2012 war in Deutschland eine öffentliche Debatte über die Sicherheit des deutschen Goldes im Ausland entbrannt. Der Bundesrechnungshof forderte regelmäßige Stichproben der Bestände im Ausland.

Die Bundesbank hatte daraufhin 2013 angekündigt, dass ab 2020 die Hälfte ihres Goldes in eigenen Tresoren in Frankfurt am Main gelagert werden soll. Schrittweise sollen dazu 300 Tonnen Gold aus New York und 374 Tonnen Gold aus Paris nach Frankfurt transportiert werden. Dabei wurde die Bundesbank von der in Basel ansässigen Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in den Jahren 2013 und 2014 unterstützt. Die Gold-Qualität wird zudem von unabhängigen Experten überwacht. Inzwischen wurden bereits rund 366 Tonnen aus New York und Paris - 54,4 Prozent der zu verlagernden Menge - nach Frankfurt geholt.

zdh/ul (rtr, dpa)