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Europa

Der Eurostar wird zum Pannen-Express

Erneute Zugpanne: Das Winterwetter hat schon wieder einen Eurostar-Zug im Tunnel unter dem Ärmelkanal zum Stehen gebracht. Doch der defekte Zug wurde bereits aus der Röhre gezogen.

Passagiere nach der Tunnel-Panne (Foto: AP)

Schon wieder gab es eine Eurostar-Panne

Erneut blieb am Donnerstag (07.01.2010) ein Hochgeschwindigkeitszug im Tunnel unter dem Ärmelkanal defekt liegen. Doch diesmal reagierten die zuständigen Verantwortlichen schnell: Der von Brüssel kommende Zug wurde kurz nach der Panne nach Großbritannien abgeschleppt, klärte eine Eurostar-Sprecherin auf. Der Zug von Brüssel nach London sei am Vormittag in dem Tunnel ausgefallen. Bisher ist noch nicht klar, was der Grund für die neuerliche Störung war. Doch die Experten fragen sich: Wird der Eurostar langsam aber sicher zum Pannen-Express?

Panne nach der Panne

Etwa eine Stunde habe der Zug mit einer unbekannten Zahl an Reisenden wegen Antriebsproblemen im Tunnel gestanden, teilten Eurostar und der Tunnelbetreiber Eurotunnel mit. Als Vorsichtsmaßnahme hat Eurostar den Betrieb unterbrochen, der Pendelverkehr der Auto- und Lastwagenzüge gehe jedoch weiter, erklärte Eurotunnel. Im Normalverkehr benötigt der Eurostar für die Strecke von Brüssel nach London etwa 110 Minuten.

Leere Gleise vor der Einfahrt in den Tunnel (Foto: AP)

Eis und Schnee behinderten den Bahnverkehr

Die Gesellschaft hatte schon am Mittwoch mehrere Züge wegen starken Schneefalls streichen müssen. Ende Dezember waren bei vergleichbaren Witterungsbedingungen gleich mehrere Züge im Eurotunnel liegengeblieben. Die Öffentlichkeit kritisierte die Betreiber heftig. Mehr als 2000 Passagiere steckten in der Vorweihnachtszeit bis zu 15 Stunden lang fest. Die Störung wurde damals damit begründet, dass ungewöhnlich trockener und feiner Pulverschnee in die Motoren gelangt und dann im Tunnel getaut sei. Das Kondenswasser habe Kurzschlüsse verursacht und die Züge lahmgelegt. Bisher wurde weder bestätigt noch dementiert, dass erneut Kondenswasser den Hochgeschwindigkeitszug zum stehen brachte.

Autor: Marcus Bölz (afp,rtr)

Redaktion: Oliver Samson

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