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Aktuell Kultur

Der Designer der First Ladys und Stars Oscar de la Renta gestorben

Er hat über Jahrzehnte First Ladys, Stars und Prominente eingekleidet. Jetzt ist der Mode-Designer im Alter von 82 Jahren in den USA gestorben.

Der 1932 in der Dominikanischen Republik geborene Modemacher sei im Alter von 82 Jahren in seinem Haus im US-Bundesstaat Connecticut gestorben, berichteten US-Medien unter Berufung auf seine Ehefrau und Freunde. De la Renta, der zu den erfolgreichsten und bedeutendsten Designern der vergangenen Jahrzehnte gezählt wird, hatte seit langem gegen Krebs gekämpft, aber bis zuletzt auch weiter gearbeitet.

Erst vor kurzem hatte der Designer, der vor allem für Prinzessinnen-Kleider, aber auch für hoch elegante Alltagsmode bekannt war, mit dem Brautkleid von Amal Alamuddin für ihre Hochzeit mit dem Hollywood-Star George Clooney Schlagzeilen gemacht. Die US-Präsidentengattin Michelle Obama hatte sich jüngst erstmals öffentlich in einem Kleid des Designers gezeigt - so wie zuvor schon First Ladies wie Jackie Kennedy, Nancy Reagan, Laura Bush und Hillary Clinton. Auch Stars wie Amy Adams (s. Artikelbild), Oprah Winfrey und Penélope Cruz gehörten zu den bekennenden de la Renta-Fans. Die Schauspielerin Sarah Jessica Parker trug die Kreationen des Modemachers häufig in der Erfolgsserie "Sex and the City" und verhalf ihm damit zu noch größerer Bekanntschaft.

Eigene Mode seit über 50 Jahren

Geboren wurde de la Renta in einer wohlhabenden Familie in Santo Domingo, der Hauptstadt der Dominikanischen Republik in der Karibik. Sein Vater wollte, dass er in das Versicherungsunternehmen der Familie einsteigt. Er aber habe sich nicht als Verkäufer von Versicherungen gesehen, erzählte de la Renta 2012 bei einer Veranstaltung im New Yorker Kulturzentrum 92Y. "Also habe ich erst mal Kunst studiert." Das Kunststudium begann er in Madrid, wandte sich dann aber schon bald der Mode zu und lernte in Ateliers in Paris und New York.

Oscars 2013 Oscarverleihung Amy Adams (Foto: Reuters)

Sie trägt de la Renta: Amy Adams bei der Oscar-Verleihun 2013.

In den 1960er Jahren beginnt er unter seinem eigenen Namen Mode zu entwerfen und baut sein Unternehmen dann kontinuierlich aus. Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Designer zeigte seine Haute Couture-Mode auch häufig auf Laufstegen wie beispielsweise auf der New Yorker Fashion Week. In den vergangenen Jahren hatte de la Renta öffentlich über eine Nachfolgeregelung für sein Unternehmen nachgedacht und erst vor wenigen Tagen die Ernennung des Designers Peter Copping zum neuen Kreativdirektor bekannt gegeben.

"Eine Ikone ist von und gegangen"

De la Renta, der schon seit längerem auch den US-Pass besaß, war zweimal verheiratet - von 1967 bis zu ihrem Tod 1983 mit der früheren Herausgeberin der Modezeitschrift "Vogue", Françoise de Langlade, und seit 1989 mit der deutschstämmigen Designerin Annette Engelhard. Der Designer hat keine eigenen Kinder.

Im Internet betrauerten zahlreiche Fans und Stars den Tod des Modemachers. "Ruhe in Frieden", schrieb die Sängerin Gloria Estefan auf Twitter. De la Renta sei mit seiner Mode ein großer Teil von vielen wichtigen Augenblicken ihres Lebens gewesen. "Was für ein trauriger Tag für die Modebranche", kommentierte das It-Girl Nicky Hilton. "Eine Ikone ist von uns gegangen."

gmf/pg (dpa, afp, rtr)

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