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Wirtschaft

Delta und Northwest fusionieren

Die US-Airlines Delta und Northwest wollen sich zusammenschließen. Damit entsteht die größte Fluggesellschaft der Welt. In der US-Luftfahrtbranche werden noch weitere Fusionen erwartet

Ein Flugzeug von Delta und eins von Northwest (Quelle: AP)

Künftig eins: Delta und Northwest

In der Luftfahrtbranche bahnt sich eine neue Großfusion an. Die US-amerikanischen Fluggesellschaften Delta und Northwest wollen zusammengehen. Nach Passagierzahlen wäre das neue Unternehmen der größte Anbieter am Markt weltweit. Geplant ist ein Aktientausch im Wert von gut drei Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro). Mit der Fusion sollen jährlich Kosten von rund einer Milliarde Dollar eingespart werden.

Eine neue Delta

Das neue Unternehmen wird Delta heißen, Chef der neuen Gesellschaft soll der bisherige Delta-Chef Richard Anderson werden. "Delta und Northwest passen perfekt zusammen", sagte er. Die Verwaltungsräte von Delta und Northwest haben dem Deal bereits zugestimmt, wie beide Unternehmen am Montag (14.04.2008) erklärten. Aktionäre und Wettbewerbshüter müssen allerdings noch zustimmen. Die Aktionäre von Northwest sollen je Aktie 1,25 neue Delta-Aktien bekommen. Den Schlusskurs vom Montag zugrunde gelegt, entspricht dies einem Aufpreis von 17 Prozent.

Protest kam von den Piloten von Northwest. Bisher ist umstritten, wie die Beschäftigungszeiten und Dienstgrade der 7000 Delta- und 5000 Northwest-Piloten verrechnet werden sollen. Die Piloten von Northwest fordern, ihre Beschäftigungszeiten müssten auf faire Weise berücksichtigt werden.

Weitere Zusammenschlüsse erwartet

Der bisher größte Anbieter nach Passagierzahlen weltweit ist American Airlines. Delta ist der drittgrößte Anbieter auf dem US-Markt, Northwest der fünftgrößte. Northwest und Delta haben zusammen rund 75.000 Beschäftigte und einen kombinierten Jahresumsatz von rund 35 Milliarden Dollar. 2007 machten beide Unternehmen insgesamt Gewinne, im Schlussquartal gerieten sie aber in die roten Zahlen. Zusammen haben Delta und Northwest 800 Flugzeuge, die derzeit 390 Ziele in 67 Ländern anfliegen.

Experten erwarten in Zukunft noch weitere Zusammenschlüsse in der US-Luftfahrtindustrie. Die Branche steht unter Druck: Die Treibstoffpreise sind hoch. Der Ölpreis ist seit Anfang 2007 von 55 Dollar pro Barrel (159 Liter) auf das Doppelte gestiegen. Auch die Konjunkturkrise macht den Anbietern zu schaffen. Außerdem gibt es Überkapazitäten auf dem US-Markt. (det)

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