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Sport-News

Del Bosque darf weitermachen

Trotz der schwachen WM-Leistung der spanischen Nationalelf behält Vicente del Bosque sein Amt als Cheftrainer. Mit ihm erhofft sich Spanien die Titelverteidigung der Europameisterschaft, 2016 in Frankreich.

Eigentlich hatte Vicente del Bosque mit seinem Job als Nationaltrainer nach dem WM-Debakel in Brasilien schon abgeschlossen. Nach dem bitteren Vorrunden-Aus hatte Spaniens Weltmeister-Coach von 2010 seinen Rücktritt bereits angeboten, doch nun darf der 63-Jährige doch weitermachen. Mit einem großen Ziel: Spanien will 2016 seinen EM-Titel von 2012 verteidigen und erneut Fußball-Europameister werden, um die WM-Schmach so vergessen zu machen.

Sechs gute Jahre gegen zwei schlechte Spiele

"Wir haben mit dem Verband die Lage analysiert und sind zu dem Schluss gekommen, dass sechs erfolgreiche Jahre mehr zählen als zwei schlechte Spiele", sagte del Bosque, der seinen Vertrag nun wie ursprünglich geplant bis 2016 erfüllen wird: "Wir fühlen uns stark genug, weiter hart zusammen zu arbeiten und wollen 2016 den Europameister-Titel erfolgreich verteidigen." Natürlich zählten die Spanier nach den EM-Titeln 2008 und 2012 sowie dem WM-Triumph in Südafrika vor vier Jahren auch in Brasilien zu den Favoriten, doch nach gruseligen Auftritten in der Vorrunde gegen die Niederlande (1:5) und Chile (0:2) war die Endrunde schon nach zwei Spielen beendet. Der Sieg im letzten Spiel gegen Australien (3:0) war nicht mehr als Ergebniskosmetik. Viel zu selten blitzte das Genie der einst so hochgelobten goldenen Generation auf.

WM 2014 Gruppe B 2. Spieltag Spanien Chile, Torwart Iker Casillas und Verteidiger Sergio Ramos können ein Tor für Chile nicht verhindern (Foto: REUTERS/Ricardo Moraes)

Spanien zeigte bei der WM keine gute Leistung und schied früh aus

"Wenn ich peinlich für unseren Fußball werde, werde ich gehen. Ich werde tun, was für alle das Beste ist. Wenn so etwas passiert bei einer WM, hat das immer Konsequenzen", hatte del Bosque nach dem Aus noch gesagt. Doch die personellen Konsequenzen beim spanischen Verband blieben ebenso aus, wie auch bei einigen anderen gescheiterten WM-Teams. So durfte trotz des Ausscheidens in der Vorrunde unter anderem auch Englands Teammanager Roy Hodgson weitermachen. Auch der 62-Jährige war vom eigenen Verband gebeten worden, seine Arbeit trotz des Misserfolgs fortzusetzen. Ähnliches gilt für Kroatiens Trainer Niko Kovac, der seine Mannschaft nach dem Verpassen der K.o.-Runde ebenfalls auf die kommenden Aufgaben vorbereiten darf.

Die Goldene Generation veraltet

Del Bosque hat die Planungen für die nächsten Spiele bereits begonnen. "Es wird personell in der Mannschaft keine Revolution geben, aber doch einige Veränderungen. Wir wissen, dass wir es viel besser können als in Brasilien", sagte der frühere Coach von Real Madrid bei einer Veranstaltung in seiner Heimatstadt Salamanca. David Villa und Xavi werden künftig wohl nicht mehr das spanische Nationaltrikot tragen, auch bei Iker Casillas, Xabi Alonso und Fernando Torres gibt es Spekulationen über einen möglichen Rücktritt. Sorgen bereitet del Bosque das aber bislang noch nicht. "Ich glaube an die Mannschaft", sagte er.

dp/asz (sid, dpa)

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