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Amerika

Clinton und Obama eng beieinander - McCain setzt sich ab

Das Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur bleibt auch nach dem "Super-Dienstag" spannend. Bei den Demokraten liegen Clinton und Obama Kopf an Kopf. Bei den Republikanern baute McCain seine Führung aus.

Geht als Gewinner aus den Vorwahlen hervor: Republikaner John McCain (71) (AP Photo/Charles Dharapak)

Geht als Gewinner aus den Vorwahlen hervor: Republikaner John McCain (71)

Hillary Clinton freut sich über ihren Sieg in Kalifornien (AP Photo/Elise Amendola)

Hillary Clinton freut sich über ihren Sieg in Kalifornien

Nach Auszählung fast aller Stimmen in den 24 Bundesstaaten, in denen am Dienstag (6.2.2008) Vorwahlen stattfanden, ist bei den Demokraten das Duell zwischen Hillary Clinton und Barack Obama weiter ohne klaren Sieger. Allerdings landete die Senatorin aus New York laut Hochrechnungen der US-Sendeanstalten wichtige Siege in ihrem Heimatstaat sowie - entgegen allen Umfragewerten - auch in Kalifornien. Dort ging es am "Super Tuesday" um besonders viele Delegiertenstimmen. Obama gewann jedoch mehr Bundesstaaten für sich als Clinton. Nach aktualisierten Hochrechnungen bis zum frühen Mittwochmorgen siegte er in dreizehn Staaten und gewann damit fünf mehr als Clinton. Freilich konnte die frühere First Lady durch ihre Siege in großen Staaten mehr Delegiertenstimmen anhäufen.

Clinton errang damit zumindest einen wichtigen Etappensieg gegen Obama. Denn Kalifornien, wo die Wahllokale erst um 5 Uhr MEZ schlossen, gilt als besonders wichtig. Allein dort geht es um fast ein Zehntel der Delegierten für den demokratischen Nominierungsparteitag im August.

Clinton und Obama sehen sich als Sieger

Clinton feierte ihren Erfolg in New York. "Heute ist Amerikas Nacht", sagte die Senatorin vor jubelnden Anhängern. Die Wähler hätten in Rekordzahlen für eine Erneuerung des Landes gestimmt.

Auch Obama erklärte, die Wähler hätten für einen Wechsel gestimmt. "Unsere Zeit ist gekommen", rief er seinen begeisterten Anhängern zu. "Wir können das Blatt wenden."

Barack Obama (AP Photo/M. Spencer Green)

Barack Obama gewann in mehr Staaten als Clinton

McCain ist nun Favorit

Bei den Republikanern konnte der 71-jährige Senator und Vietnamkriegsveteran John McCain punkten, jedoch schaffte er nicht den erhofften Durchmarsch. Er gewann in neun Staaten, darunter New York und Kalifornien. Der religiös-orientierte Mike Huckabee und Mitt Romney lagen etwa gleichauf hinter McCain mit je fünf Staaten.

McCain rief den jubelnden Anhängern in seinem Heimatstaat Arizona zu, es liege zwar noch eine Wegstrecke vor ihm, aber es sei keine Untertreibung zu sagen, dass er dem Weißen Haus ein Stück näher gekommen sei. Mit Blick auf sein schlechtes Abschneiden zu Beginn des Wahlkampfes fuhr McCain fort, er habe nichts dagegen gehabt, der "Underdog" im Rennen gewesen zu sein. Jetzt aber sei es offensichtlich, dass er Favorit sei, "und ich habe nicht das Mindeste dagegen".

Obama zeigte nach Einschätzung von Kommentatoren, dass er bei den Wählern quer durch die USA ankommt. Er siegte unter anderem in Connecticut, Illinois, Alabama, Kansas sowie Utah, Minnesota, North Dakota und Alaska. Clinton gewann neben New York und Kalifornien unter anderem in New Jersey, Massachusetts, Tennessee und Arkansas.

Wahlstrategen hatten schon im Vorfeld nicht damit gerechnet, dass es bei den Demokraten nach dem "Super-Dienstag" eine Entscheidung gibt.

Blick auf weitere Vorwahlen

Wahlstation in Illinois (AP Photo/Journal Star, David Zalaznik)

Wahlstation in Illinois

Bereits in einer Woche stehen weitere Vorwahlen in Virginia und Maryland an. Offiziell werden die Kandidaten erst bei den Nominierungsparteitagen im Spätsommer gekürt. Die Präsidentenwahl findet am 4. November statt.

Bei den Demokraten entsenden die Staaten, die am "Super-Dienstag" entscheiden, insgesamt 2064 Delegierte zur Parteiversammlung. Für eine Nominierung auf dem Parteitag ist die Unterstützung von mindestens 2025 der insgesamt 4049 Delegierten nötig.

Auf Seiten der Republikaner ging es am Dienstag um 1081 Delegierte. Um auf dem republikanischen Nominierungsparteitag im Sommer zu gewinnen, muss ein Bewerber mindestens 1191 der insgesamt 2380 Delegiertenstimmen auf sich vereinen. (mas)

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