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Kultur

Chinesen mit Vogelgrippe

Erstmals sind auch in China Fälle von Vogelgrippe beim Menschen bestätigt worden. Es gebe zwei nachgewiesene Fälle und einen Verdachtsfall, erklärte das Gesundheitsministerium in Peking am Mittwoch (16.11.).

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Desinfektion auf dem Land in China

Eine 24-jährige Bauersfrau in der Provinz Anhui sei am 10. November an der Krankheit gestorben, ein im Oktober infizierter neunjähriger Junge aus der Provinz Hunan sei dagegen genesen. Ob die zwölfjährige Schwester des Jungen an der Vogelgrippe gestorben sei, könne nicht mehr endgültig festgestellt werden, weil sie eingeäschert worden sei. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf erklärte, nach ihren Kriterien gälten nur die beiden ersten Fälle als gesicherte Vogelgrippe-Erkrankungen.

Junge geheilt

In den Wochen vor der Erkrankung der Bauersfrau seien auf ihrem Hof Hühner und Enten an der Vogelgrippe gestorben, erklärte das Ministerium in Peking. Die Bäuerin selbst sei mit dem toten Geflügel in Kontakt gekommen. Auch bei dem Jungen aus Hunan sei die Ansteckung mit dem gefährlichen Virus-Typ H5N1 nachgewiesen. Er habe jedoch in der vergangenen Woche geheilt das Krankenhaus verlassen können.

Der Vogelgrippe-Fall in Hunan war Ende Oktober durch einen Bericht der Zeitung "South China Morning Post" publik geworden. Die Zwölfjährige He Yin aus dem Dorf Wantang war dem Bericht zufolge gestorben, nachdem die Familie ein verendetes Huhn gegessen hatte.

Nicht überraschend

Die Weltgesundheitsorganisation habe seit den ersten Veröffentlichungen damit gerechnet, dass das H5N1-Virus auch in China auf Menschen übergesprungen sei, sagte der WHO-Vertreter in Peking, Roy Wadia. Er finde es nicht überraschend, dass die Vogelgrippe beim Menschen nun auch in der Volksrepublik nachgewiesen sei. Insgesamt sind in Südostasien seit 2003 bereits mehr als 60 Menschen an der Vogelgrippe gestorben.

EU-Verbot für Ziervögelimport verlängert

In der Volksrepublik lief inzwischen ein riesiges Impfprogramm für Geflügel an. Nachdem die Vogelgrippe bereits an elf verschiedenen Orten im Land an Geflügel diagnostiziert worden war, sollen rund fünf Milliarden Hühner und Enten geimpft werden. Die Konferenz des Asien-Pazifik-Forums (APEC) beschloss im südkoreanischen Pusan, die Anstrengungen zur Entwicklung eines Impfstoffs für Menschen zu verstärken und Medikamentenvorräte anzulegen.

Die Europäische Union beschloss unterdessen, zum Schutz vor der Vogelgrippe das Ende Oktober verhängte Verbot für die kommerzielle Einfuhr von in Gefangenschaft gehaltenen Ziervögeln aus Drittländern bis zum 31. Januar zu verlängern. (kap)

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