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Musik

Chick Corea auf dem Jazzfestival in Perugia

Chick Corea ist gerade 75 Jahre alt geworden. An seine Rente und den wohlverdienten Ruhestand denkt der Jazzpianist allerdings nicht. Zurzeit ist der Musiker mit seinem Quintett auf Europatour.

Das

Umbria Jazzfestival

im italienischen Perugia gehört zu den wichtigsten Musikfestivals in Europa. Nach 10 vollen Festivaltagen endete es in diesem Jahr am 17. Juli. Ähnlich wie in

Montreux

hat man in Perugia die Grenzen zwischen den Musikstilen aufgehoben. Und so treffen sich die Besten der Besten aus Jazz, Rock und Pop auf dem Festival. Und wo die Besten zuhause sind, dort ist auch ein Musiker wie

Chick Corea

goldrichtig. Er gehört zu den einflussreichsten Jazzern der letzten 30 Jahre vom Schlage eines

Herbie Hancock

oder

Keith Jarrett

. Corea krönt den letzten Festivaltag in Perugia mit einem Konzert.

Miles Davis und Chick Corea entwickeln Fusion

Die Band Return to Forever (Copyright: AP Photo/Shore Fire Media, Lynn Goldsmith)

Die Band "Return to Forever"

Ende der 1960er Jahre ist er neben Miles Davis die kreative Kraft bei der Entwicklung des Fusion. Später in den 1970ern lotet er mit seiner Band "Return to Forever" die Nuancen zwischen Jazz, Latin und Rock aus. In den nächsten zwei Jahrzehnten widmet er sich intensiv der Vielfalt des Fusion. Dabei sind seine Projekte immer auch eine Plattform für andere Musiker; so spielen bei ihm unter anderen Stanley Clarke, Michael Brecker, Lenny White und Joe Henderson. Neben all den Band-Projekten nimmt er auch immer wieder Solo-Alben auf oder spielt im Duett am Klavier mit Herbie Hancock.

Am Anfang standen Klassik und Jazz

Auf seiner aktuellen Konzerttournee zelebriert Chick Corea seinen 75. Geburtstag. Am 12. Juni 1941 wurde er als Armando Anthony Corea in Chelsea, Massachusetts geboren. Mit vier Jahren begann er, Klavier zu spielen. In seiner Kindheit beeinflusste sein Vater, der in den 30er und 40er Jahren selbst Trompeter und Leader in einer Dixieland-Band war, seine musikalische Entwicklung. Chick Corea studierte Werke von Beethoven, Bach, Chopin und Mozart. Doch er hörte auch Musik von Jazzgrößen wie Charlie Parker, Bud Powell, Lester Young und Horace Silver. Letztgenannter beeindruckte ihn so stark, dass er selbst mit jungen Jahren beginnt, Soul Jazz zu spielen. Mit acht Jahren begann Corea auch, Schlagzeug zu spielen, aber er konzentrierte sich später wieder auf das Klavier. Seine vielgeschätzte rhythmische Präzision und sein perkussives Spiel aber werden häufig auf die frühe Affinität zum Schlagzeug zurückgeführt. Sein erstes Album "Tones for Joan's Bones" erschien 1966, seinen wirklichen Durchbruch erreichte Corea 1968 mit Album Nummer Zwei, "Now He Sings, Now He Sobs". Seine wohl bekannteste Komposition "Spain" findet sich auf dem Album "Light as a Feather" mit der Band "Return to Forever", das 1973 veröffentlicht wurde.

Chick Corea "sammelt" Grammys

Jazzpianist Chick Corea, undatiertes Pressefoto

Am Klavier: Chick Corea

22 Grammys hat Chick Corea bis heute verliehen bekommen, zuletzt 2015 für die beste Solo-Jazzimprovisation mit "Fingerprints" und für das beste Jazz-Instrumentalalbum "Trilogy". Eine besondere Ehrung widerfuhr seinem Album "Now He Sings, Now He Sobs". Das Album wurde 1999 in die "Grammy Hall of Fame" aufgenommen. Ein immer wieder diskutiertes Thema bei Chick Corea ist zumindest in Deutschland seine Zugehörigkeit zu Scientology. 1993 sagte deshalb ein Veranstalter in Stuttgart Coreas Auftritt während der Leichtathletik-Weltmeisterschaft ab, da die Landesregierung Baden-Württemberg drohte, die Subventionen zurückzuziehen. Manche seiner CDs tragen Widmungen an den Scientology-Gründer L. Ron Hubbard. In Konzerten jedoch konzentriert sich Chick Corea ganz auf die Musik.

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