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Amerika

Cheney attackiert Kerry

In seiner Rede auf dem Republikaner-Wahlparteitag hat US-Vizepräsident Dick Cheney die "historische Tragweite" der Wahl hervorgehoben. Nebenbei ritt er scharfe Angriffe auf Bush-Herausforderer John Kerry.

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Dick Cheney hat sichtlich Freude an seinem Auftritt

Dick Cheney ist ein rotes Tuch für seine Gegner, aber ein Held für den rechtsonservativen Flügel der Republikanischen Partei. Für Präsident Bush war er in seiner ersten Amtszeit nicht nur eine verlässlicher Partner und wichtiger Berater, sondern auch einer der Architekten seiner Politik - von den massiven Steuersenkungen für Wohlhabende bis zum Irakkrieg. Cheney war obendrein stets einer der eloquntesten Protagonisten der Regierung Bush - ein Ruf, dem er auch mit seiner Rede am Mittwoch auf dem Republikaner-Parteitag gerecht wurde.

Es geht um die Zukunft

"Mit dieser Wahl entscheiden wir, wer unser Land in den den nächsten vier Jahren regieren wird. In Wirklichkeit steht aber viel mehr auf dem Spiel. Es gibt Momente in der Geschichte, an denen Präsidenten grundsätzliche Entscheidung darüber treffen müssen, wie sie einer langfristigen Gefahr von außen gegenübetreten und die amerikanische Bevölkerung am besten schützen. Unser Land hat einen solchen Zeitpunkt von historischer Tragweite erreicht", deklamierte der Vizepräsident in seiner Rede.

Wie bei früheren Auftritten auch, zog Cheney wieder eine rhetorische Linie von den Terroranschlägen des 11. Septembers über die Zerströrung der El Kaida-Basen in Afghanistan bishin zur Befreiung des Irak. "Im Irak haben wir eine heraufziehende Gefahr beseitigt und noch dazu das Regime von Saddam Hussein. Vor siebzehn Monaten kontrollierte er noch das Leben von 25 Millionen Irakern - jetzt sitzt der im Gefängnis", sagte Cheney.

Scharfe Angriffe auf Kerry

Anders als frühere US-Vizepräsidenten, die meist selbst das höchste Amt im Staate anstrebten, kommt Cheney für das Amt im Weißen Haus aus Alters- und Gesundheitsgründen nicht mehr in Frage. Deswegen kann er auch hemmungslos polarisieren und Polemiken in die Runde werfen.

So zum Beispiel, als er den demokratischen Herausforderer Bush, John Kerry, als Sicherheitsriksiko bezeichnete, der in seiner politischen Vita voller Widersprüche sei. "[Senator Kerry] redet von 'sensibleren Kampf gegen den Terror' - als ob das die El Kaida beeindrucken könnte. Er lehnt den 'amerikanischen Weg' ab, wenn andere Nationen dagegen sind - als ob es bei amerikanischer Außenpolitik darauf ankäme, eine paar permanente Kritiker zufrieden zustellen."

"In der Irak-Frage hat Senator Kerry Meinungsverschiedenheiten mit vielen seiner demokratischen Parteifreunde, aber die klarste Meinungsverschiedenheit hat er mit sich selbst", ließ Cheney die Parteitagsdelegierten wissen. "Sein Hin und Her spiegelt eine Angewohnheit von Unentschlossenheit wider und sendet eine Botschaft der Verwirrung". Kerry habe nicht verstanden, wie sich die Welt nach den Anschlägen vom 11. September 2001 verändert habe. "In dieser Zeit des Wandels braucht Amerika, und hat Amerika, einen Präsidenten, dem wir trauen können, dass er es richtig macht."

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