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Sport-News

CAF entzieht Marokko den Afrika-Cup

Marokko wird den Afrika-Cup 2015 wegen der Ebola-Epidemie nicht austragen - und darf auch nicht teilnehmen. Afrikas Verband schloss Marokko vom Turnier aus. Andere Länder sollen nun an der Ausrichtung interessiert sein.

Marokko ist die Gastgeber-Rolle für den Afrika-Cup 2015 entzogen und die Nationalmannschaft vom Turnier ausgeschlossen worden. Das teilte der afrikanische Fußballverband CAF am Dienstag auf seiner Homepage mit. Marokko hatte zuvor wegen der Ebola-Epidemie in einigen afrikanischen Ländern auf eine

Verlegung des Afrika-Cups um ein Jahr

gedrängt. Das Sportministerium Marokkos hatte den Ebola-Virus in einer Stellungnahme am Sonntag als "höhere Gewalt" bezeichnet, deren Auswirkungen auf das Turnier "katastrophal" sein könnten. Das hatte die CAF stets bestritten und sich auf Beratungen mit der Weltgesundheitsorganisation WHO bezogen. Laut CAF habe die WHO die Absage von Massenveranstaltungen nur in unmittelbar betroffenen Ländern wie Guinea, Sierra Leone und Liberia empfohlen.

"Für die Marokkaner ist das eine Ungerechtigkeit! Denn wir haben ja schließlich nicht aus Spaß darum gebeten, den Afrika-Cup zu verschieben", kommentierte der marokkanische Sportjournalist Moustapha Abou Ebadalla der für die Zeitung "Le Matin" in Casablanca schreibt, gegenüber der DW. "Ebola ist eine sehr gefährliche Krankheit, die sich in großen Menschenmengen leicht weiter verbreitet - und das sagt schließlich die WHO, die Weltgesundheitsorganisation. Marokko wird sich die Entscheidung der CAF nicht gefallen lassen." Es werde, so Ebadalla, vor den Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne ziehen.

Ungeachtet der Reaktionen sucht die CAF nun nach einem Ersatz-Ausrichter. Laut der CAF-Mitteilung seien bereits einige andere Länder an der Ausrichtung des Turniers vom 17. Januar bis 8. Februar interessiert. Die CAF wolle die entsprechenden Bewerbungen nun prüfen und anschließend eine Entscheidung treffen. Nach Angaben der ägyptischen Staatszeitung "Al-Ahram" seien Angola, Nigeria und Gabun die möglichen neuen Austragungsorte, nachdem zuvor bereits Ghana und Südafrika abgelehnt hatten, das Turnier kurzfristig zu übernehmen. Angola hatte erst 2010 den Afrika-Cup ausgetragen und gilt als aussichtsreichster Kandidat.

asz/jw (sid, dpa)

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