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Fußball

BVB und Bayern mit dem gleichen Ziel

Dortmund und München wollen ins Champions-League-Halbfinale. Der entthronte Meister braucht einen Heimerfolg über Malaga. Der FC Bayern will nach dem Gewinn seines 23. Meistertitels in Turin gewinnen, muss es aber nicht.

Zweikampf zwischen Malagas Jeremy Toulalan (M.) und Dortmunds Felipe Santana (Foto: AP Photo/Miguel Angel Morenatti)

Zweikampf: Malagas Jeremy Toulalan (M.) und Dortmunds Felipe Santana

Die deutsche Fußball-Meisterschaft ist für Titelverteidiger Borussia Dortmund seit dem Wochenende auch rechnerisch abgehakt. Der FC Bayern hat die Schale, doch beim BVB nahmen es alle gelassen. Was wirklich zählt in dieser Saison ist die Champions League. Ganz Dortmund fiebert dem Viertelfinal-Rückspiel gegen den FC Malaga entgegen. Am Dienstag (09.04.2012, 20.45 Uhr MESZ) steigt das Spiel der Spiele, in dem der BVB zumindest ein Tor – und möglichst keinen Gegentreffer – benötigt, um zum insgesamt dritten Mal und erstmals seit 15 Jahren in den erlauchten Kreis der Halbfinalisten der Königsklasse einzuziehen.

Nach dem 0:0 vor knapp einer Woche im Hinspiel wähnt sich das Team von Trainer Jürgen Klopp in einer guten Ausgangslage, ist sich aber der Tücken bewusst. Sven Bender sprach von einem "gefährlichen Ergebnis" und hofft, dass die Mannschaft erneut die "Balance zwischen offensivem Fußball und gesunder Absicherung" findet – wie schon bei den Heimsiegen über Ajax Amsterdam (1:0), Real Madrid (2:1), Manchester City (1:0) und Schachtjor Donezk (3:0).  "Das Schlimmste was passieren könnte wäre, das wir in einen Konter laufen", betonte der defensive Mittelfeldspieler.

Auch Coach Klopp lässt keine Gelegenheit aus, um vor dem Gegner zu warnen, wenngleich die Spanier am vergangenen Mittwoch (03.04.2013) mit dem Remis gut bedient waren, weil Mario Götze und auch Robert Lewandowski selbst beste Chancen ausließen und eine Vorentscheidung verpassten. Dennoch schickte Malaga-Trainer Manuel Pellegrini eine Kampfansage an den BVB: "Borussia muss aufpassen, kein Gegentor zu bekommen. Wir haben schon viele Auswärtstore geschossen und deshalb gute Chancen." An der Favoritenrolle des BVB ändert das indes nichts, schließlich gewann Dortmund sämtliche Heimspiele des Wettbewerbs und ist nach den bisherigen neun Spielen als einziges Team noch immer ungeschlagen.

Nach dem Titel ist vor dem Titel

Münchens Arjen Robben (M.) schießr auf das Turiner Tor (Foto: Tobias Hase/dpa)

Trotz des 2:0-Hinspielsieges erwarten Arjen Robben (M.) und den FC Bayern bei Juventus Turin ein heißer Tanz

Den Gewinn der Meisterschaft haben die Münchener mehr oder weniger im Vorbeimarsch klar gemacht, jetzt gilt es, dem eigentlichen Saisonziel einen Schritt näher zu kommen. Ohne wenn und aber soll die Champions League gewonnen werden, wenn nebenbei auch noch der DFB-Pokal geholt wird, ist das auch schön. Das Viertelfinal-Rückspiel am Mittwoch (10.04.2013, 20.45 Uhr MESZ) bei Juventus Turin soll nach dem souveränen 2:0-Hinspielerfolg nur ein weiterer Schritt auf diesem (Erfolgs-)Weg sein. "Wir haben erst die erste Etappe erfolgreich abgeschlossen, jetzt wollen wir unsere Arbeit zu Ende bringen. Ich traue der Mannschaft alles zu", sagte Bayern-Coach Jupp Heynckes.

Die Münchener haben es verstanden nach der bitteren Champions-League-Finalpleite im vergangenen Sommer gegen den FC Chelsea nicht in Depressionen zu verfallen. Das in allen Bereichen verstärkte Team entwickelte eine enorme Gier nach Wiedergutmachung. Deshalb, so Kapitän Philipp Lahm, wisse auch jeder "dass wir noch weitere große Ziele haben". Schon auf dem Rückflug von "Meisterspiel" in Frankfurt habe er "eine Konzentration festgestellt, wie sonst noch nie", sagte Präsident Uli Hoeneß: "Diese Stimmung  herrscht im ganzen Verein. Zeit zum Feiern gibt es noch genügend."

Er spüre "schon die Nervosität für Mittwoch". Da erwarte seine Bayern "ein Sturmlauf der Italiener", betonte Hoeneß. Diese Partie werde "all unsere Kraft und Power benötigen", meinte auch Sport-Vorstand Matthias Sammer: "Wir müssen eine gleich gute Leistung wie im Hinspiel bringen und auf Sieg spielen." Auf irgendwelche Rechenspiele wollen sich die Bayern erst gar nicht einlassen, um vor der Halbfinal-Auslosung am Freitag (12.04.2013) nicht doch noch eine böse Überraschung zu erleben.

Istanbul hofft auf ein Wunder, Paris auf Ibrahimovic

Vor dem Rückspiel von Real Madrid bei Galatasaray Istanbul (09.04.2013) machte vor allem der türkische Trainer Schlagzeilen: Fatih Terim hatte im jüngsten Ligaspiel die Fassung verloren und wurde nach einem wütenden Protest vom Schiedsrichter vom Platz geschickt. Türkische Medien erwarten, dass Terim eine Zwangspause von mehreren Spielen verordnet wird. Gespannt verfolgt die türkische Fußballwelt, die angesichts der 0:3-Hinspielpleite von Galatasaray auf ein Wunder hofft, ob Madrid mit Mesut Özil in der Höhle der Löwen - wie die Gala-Spieler genannt werden – antreten wird oder schon einige Schlüsselspieler mit Blick auf das Halbfinale schont. Ungleich spannender ist die Ausgangslage im Rückspiel zwischen FC Barcelona und Paris St. Germain (10.04.2013), die sich in Paris 2:2 trennten. Auf dem Papier bleibt Barcelona nicht nur wegen der zwei erzielten Auswärtstore der Favorit, Paris hofft aber auf die Geniestreiche des schwedischen Superstars Zlatan Ibrahimovic. Die Runde der letzten vier Mannschaften wird am 23./24. April und 30. April/1. Mai ausgetragen. Das Finale findet am 25. Mai in London statt.

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