Bushido-Album ″Sonny Black″ bleibt auf dem Index | Musik | DW | 02.09.2016
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Musik

Bushido-Album "Sonny Black" bleibt auf dem Index

Die Texte seien "verrohend, gewaltverherrlichend und diskriminierend", urteilte die Bundesprüfstelle und setzte ein Album von Bushido auf den Index. Der Rapper klagte dagegen - und verlor jetzt vor Gericht.

Damit bleibt Bushidos Album "Sonny Black" weiterhin als "jugendgefährdend" eingestuft und darf nicht an Jugendliche verkauft werden. Das Verwaltungsgericht Köln bestätigte am Freitag eine vorherige Entscheidung der Bonner Bundesprüfstelle. Zwar sei das Album ein "Kunstwerk". Doch wiege der Jugendschutz schwerer, befanden die Richter.

Der Rapper erschien selbst nicht vor Gericht. Bei der mündlichen Verhandlung wurden zwei der 15 Titel vorgespielt. Die Prüfstelle hatte kritisiert, dass die Texte einen kriminellen Lebensstil verherrlichten und Frauen und Homosexuelle diskriminierten. Die Wahrscheinlichkeit, dass Jugendliche die vielen abwertenden Bezeichnungen in ihren Wortschatz übernähmen, sei hoch. Bushido kann gegen die Gerichtsentscheidung noch Berufung beim Oberverwaltungsgericht Münster einlegen.

Porträt Bushido. Foto: dpa - Bildfunk

Bushido

sd/nf (dpa)

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