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Aktuell Deutschland

Bundeswehr-Tornados jetzt auch nachts einsetzbar

Mit einer Behelfslösung hat die Bundeswehr ihre Aufklärungs-Tornados für den Einsatz über Syrien nachgebessert, damit die Kampfjets auch nachts fliegen können. Bis Oktober soll das Problem vollends behoben werden.

Am Wochenende sei die Behelfslösung installiert worden, sagte eine Sprecherin des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam. Die Cockpit-Beleuchtung sei von rotem auf grünes Licht umgerüstet worden, um störende Spiegelungen an den Nachtflugbrillen der Piloten zu beseitigen. Bis Sonntag seien drei der sechs Tornado-Kampfjets nachgerüstet worden.

Mitte Januar war bekannt geworden, dass die Aufklärer nur

tagsüber für den Einsatz gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat"

in Syrien und dem Irak genutzt werden konnten. In der Nacht mussten sie wegen der irritierenden Spiegelungen im Cockpit am Boden bleiben.

Ministerium: Kein Bedarf an Nachtflügen

Das Bundesverteidigungsministerium hatte nach Bekanntwerden der Probleme eine Lösung bis Anfang Februar versprochen. Dabei legte das Ministerium Wert auf die Feststellung, dass das Problem den Einsatz der Jets für

Aufklärungsflüge über Syrien

keinesfalls beeinträchtige: Es bestehe überhaupt kein Bedarf, nachts über Syrien zu fliegen.

Die Spezialisierung der Bundeswehr-Jets bestehe vielmehr in der Aufklärung mit Kameras, die bei Tageslicht hochauflösende Bilder schießen. Nachts können Tornados dagegen nur Wärmebilder mit Infrarot-Kameras aufnehmen. Diese hätten nicht die gleiche Detailschärfe wie optische Fotos und würden meist von Drohnen geliefert. Dennoch sollten die Jets umgerüstet werden.

Die Oppositionsparteien hatten die technische Panne als Beleg für erhebliche

Materialprobleme

bei der Bundeswehr gewertet.

uh/ago (rtr,afp)

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