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Deutschland

Bundeswehr schult irakische Soldaten

Ein Ausbilderteam der Bundeswehr ist in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) aufgebrochen, um dort irakische Soldaten auszubilden. Die Mission ist Teil der von der NATO zugesagten Hilfe für den Irak.

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Auch Militär-LKW müssen repariert und gewartet werden

Lastwagen fahren und Lastwagen reparieren - das ist es im Wesentlichen, was die Ausbilder der Bundeswehr irakischen Soldaten beibringen werden. Die können zwar bereits fahren und reparieren, aber weil sie von der Bundeswehr 100 Lastwagen geschenkt bekommen, ist eine Weiterbildung nötig. Am Montag (15.11.2004) ist ein Ausbilderteam der Bundeswehr in Richtung Vereinigte Arabische Emirate (VAE) aufgebrochen, um dort Truppen des Irak zu unterrichten.

Kraftfahrer und Mechaniker

"Ziel ist es dort, die Ausbildung von rund 140 irakischen Kraftfahrern und Mechanikern aufzunehmen, also irakisches Personal, das grundsätzlich schon mit dem Betrieb von Kraftfahrzeugen betraut ist, aber nun aber auf die deutschen Fahrzeuge und Modelle geschult wird in Bezug auf Betrieb und Instandhaltung." Das hat Oberst Hannes Wendroth, Sprecher des Verteidigungsministeriums, erklärt.

30 Ausbilder der Bundeswehr kümmern sich mit Hilfe von Dolmetschern um die 140 irakischen Soldaten, bis Weihnachten sollen die Lehrgänge beendet sein. Sie sind Teil der von der NATO zugesagten Hilfe für den Irak. Während die Bundeswehr die Ausbilder schickt, stellen die Vereinigten Arabischen Emirate eine Kaserne samt Übungsgelände in der Umgebung von Abu Dhabi zur Verfügung. Auch den Transport der Iraker übernehmen die Emirate. Diese Zusammenarbeit hat bereits gut funktioniert, als deutsche Kriminalbeamte in der ersten Jahreshälfte 2004 irakische Polizisten ausgebildet haben.

Kein deutscher Soldat im Irak

Für die Bundesregierung hat die gemeinsame Hilfe einen entscheidenden Vorteil: "Wichtig ist - und das gilt auch für die Zukunft -, dass kein deutscher Soldat im Irak selbst eingesetzt wird. Sondern wir begrenzen unsere Hilfe und unsere Unterstützung auf die Bereiche, die um den Irak herum angesiedelt sind, bis hin zur Ausbildung gegebenenfalls irakischen Personals in Deutschland", sagte Wendroth. Weitere Ausbildungshilfen sind zwar im Gespräch, aber noch nicht beschlossen.

So interessieren sich die Iraker auch für die Kenntnisse der Bundeswehr in der Sprengmittelbeseitigung und im Pionierwesen. Der Verteidigungsminister hat der irakischen Armee außerdem 20 deutsche Transportpanzer vom Typ Fuchs angeboten. Zunächst einmal gibt es aber Fahrstunden im Wüstensand der Emirate. Auch diese Hilfe sei keinesfalls zu unterschätzen, meint der Sprecher des Verteidigungsministeriums: "Wir stehen mit unserer Unterstützung weit an der Spitze, denn wir handeln bereits, während in anderen Gremien und anderen Staaten noch überlegt wird, wie die Hilfe aussehen könnte. Wir gehen mit unserem Personal vor Ort, die Lastwagen sind auf dem Weg, und wir leisten Hilfe zur Selbsthilfe."

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