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Aktuell Welt

Briten und Deutsche erinnern an Skagerrak-Schlacht

In der Nordsee tobt im Ersten Weltkrieg die größte Seeschlacht der Geschichte: Briten und Deutsche treffen im Skagerrak aufeinander, 9000 Soldaten sterben. Ein Jahrhundert später sind aus Feinden Freunde geworden.

Die zentrale Gedenkfeier findet auf den britischen Orkney-Inseln statt, dort, wo die frühere britische Flotte stationiert war. Zu der Feier ist auch Bundespräsident Joachim Gauck angereist. Außerdem nimmt Prinz Philip, der Ehemann der britischen Königin Elizabeth II. teil.

Ein gemeinsamer Kranz

Parallel zu der Feierlichkeiten auf den Orkney-Inseln legen die Besatzungen der deutschen Fregatten "Brandenburg" und "Schleswig-Holstein" und des britischen Zerstörers "HMS Duncan" im Seegebiet der historischen Schlacht vor der Westküste Norddänemarks zu Ehren der getöteten Seeleute gemeinsam einen Kranz im Wasser nieder.

Außerdem erinnern Deutsche und Briten in Laboe bei Kiel an die getöteten Soldaten. Der Deutsche Marinebund und der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge erwarten dazu auch Prinz Edward, den Herzog von Kent. 370 weitere Gäste sind geladen, darunter der Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Michael Roth, und der Chef des Stabes im Marinekommando, Konteradmiral Thorsten Kähler.

Beide feierten sich als Sieger

In dem "Skagerrak" genannten Seegebiet in der Nordsee vor der Küste Jütlands war es im Ersten Weltkrieg zu erbitterten Gefechten zwischen Deutschen und Briten gekommen. Fast 9000 Soldaten zahlten bei der Schlacht auf dem Meer am 31. Mai 1916 mit ihrem Leben. Anschließend wollte keine Seite als Verlierer dastehen. Die deutsche Marine und die britische Royal Navy feierten sich beide als Sieger.

Beide Länder hatten Kolonnen aus Stahl auf dem Meer in Stellung gebracht. Die Deutschen formierten sich im Skagerrak mit 16 Schlachtschiffen, sechs Linienschiffen und dutzenden Torpedobooten, 45.000 Mann waren an Bord dieser Schiffe. Die Briten waren sogar mit 60.000 Soldaten präsent. Die britischen Seeleute waren mit 28 Schlachtschiffen und mehr als 100 kleineren Zerstörern in das Gefecht gezogen.

as/haz/sc (dpa, afp, spon)