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Fußball

Bremen setzt sich ab

Mit einem 3:1-Sieg gegen den vermeintlich stärksten Vorrundengegner, Athletic Bilbao, klettert Werder Bremen nach dem 2. Spieltag auf Rang eins seiner Europa-League-Gruppe.

jubelnde Bremer Spieler (Foto: dpa)

Jubel in Bremen: zweiter Sieg im zweiten Spiel

Im zweiten Gruppenspiel gegen Athleitc Bilbao diktierte die Bremer Mannschaft von der ersten Minute an das Spielgeschehen. Die Gäste aus dem Baskenland agierten zunächst sehr vorsichtig und wagten sich kaum einmal in die Bremer Hälfte hinein. Klare Einschussmöglichkeiten blieben in der ersten Viertelstunde auf Bremer Seite aber aus. Nach 18 Minuten führte die erste Torchance für Werder zum 1:0. Der wieder genesene Nationalspieler Mesut Özil sperrte geschickt den Weg frei, Aaron Hunt bedankte sich mit einem platzierten Volley-Schuss ins linke obere Toreck.

Spielszene Bremen gegen Bilbao (Foto: dpa)

Pizarro bereitete das 2:0 vor

Auch nach diesem Rückstand änderte Bilbao seine defensive Spielweise nicht. Bremen hatte weiter Platz und wusste ihn zu nutzen. Insbesondere Marko Marin dribbelte ein ums andere Mal gefährlich Richtung Strafraum und brachte die Abwehr Bilbaos in Bewegung. Vier Minuten vor dem Halbzeitpfiff sollte dies von Erfolg gekrönt sein: Marin lupfte den Ball über die Viererkette der Basken zu Claudio Pizarro, der legte quer und Naldo musste nur noch einschieben. 2:0 zur Pause. Nach dem Wechsel verlor die Partie an Fahrt. Die Bremer wirkten zu siegessicher und waren oft unkonzentriert, jedoch konnte Bilbao aus den sich bietenden Tormöglichkeiten kein Kapital schlagen.

Niemeyer zu ungestüm

Aufregung brachte die Einwechslung von Peter Niemeyer auf Bremer Seite: Nachdem er erst vier Minuten auf dem Platz gestanden hatte, musste er mit Gelb-Roter-Karte schon wieder runter (64.). Er war zweimal überhart gegen Iker Muniain eingestiegen. Zwar kamen die nun in Überzahl spielenden Basken mehrfach gefährlich vor das Werder-Tor, doch dank der Bremer Innenverteidigung und Torwart Tim Wiese aber stand bis kurz vor Ende die Null. Erst in der Nachspielzeit traf Fernando Llorente zum 2:1-Anschlusstreffer. Spannend blieb es aber nur kurz, da Özil fast im Gegenzug einen Foulelfmeter herausholte, den Torsten Frings zum 3:1-Endstand verwandelte.

"In der ersten Halbzeit haben wir gut durchkombiniert", lobte Trainer Thomas Schaaf seine Mannschaft. "Nach dem Wechsel waren wir nicht so ruhig." Auch für Pechvogel Niemeyer hatte er tröstende Worte: "Das war Übereifer. In solch einem Spiel möchte ein junger Spieler natürlich etwas zeigen. Er hat sicher das falsche Mittel gewählt."

Bremen ist nun Tabellenführer in der Europa-League-Gruppe L. Werder hat sechs Punkte, dahinter folgt Bilbao mit drei Zählern. Nacional Funchal und Austria Wien trennten sich in Wien 1:1 unentschieden und belegen mit je einem Punkt nach dem 2. Spieltag die Plätze drei und vier.

Hamburg leistet Wiedergutmachung

Der Hamburger SV stand nach der 0:3-Auftaktniederlage bei Rapid Wien gegen Hapoel Tel Aviv unter Druck, doch dank eines Doppelpacks von Markus Berg (5. und 12. Minute) erwischte der HSV einen Traumstart.

Jubel Markus Berg (Foto: dpa)

Mit seinen beiden Toren brachte Markus Berg die Hamburger früh in Front

Die frühe Zwei-Tore-Führung brachte Sicherheit in das Spiel der Hanseaten, die bei konsequenterer Chancenauswertung mit einem größeren Vorsprung in die Kabine hätten gehen können. Stattdessen traf Etey Shechter (37.) per Kopf zum Anschlusstor, bevor Eljero Elia (40.) das dritte Tor für Hamburg erzielte. Vor nur 25.000 frierenden Fans war das auch der Halbzeitstand.

In der 62. Minute schaffte Tel Aviv durch Samuel Yeboah den erneuten Anschluss. Kurze Zeit später vergab Zé Roberto einen Foulelfmeter. Dennoch war es der Brasilianer, der den HSV erneut mit zwei Treffern in Front brachte. Zwölf Minuten vor Ende traf er zum 4:2-Endstand. Ein verdienter Sieg für den Tabellenführer der Bundesliga, der damit wieder auf Achtelfinalkurs ist. Der Hamburger SV liegt in Gruppe C auf Platz zwei hinter Rapid Wien, das ein 1:1 bei Celtic Glasgow erreichte.

"In der ersten Halbzeit haben wir hervorragend gespielt, bis auf das Gegentor", lobte HSV-Coach Bruno Labbadia seine Spieler hinterher. "Der Gegner war doch sehr destruktiv und kompakt." Lobende Worte gab es für Stürmer Markus Berg, der wegen seiner Ladehemmung in der Bundesliga zu den Hamburger Sorgenkindern gehört. "Die Tore tun ihm gut", sagte Sturmpartner Mladen Petric. "Das ist gut für sein Selbstvertrauen. Ich hoffe, dass er so weiter macht."

Hertha stößt den Bock nicht um

Karsten Heine (Foto: dpa)

Karsten Heine saß zum ersten Mal auf der Bank

Wenn man kein Glück hat, kommt meistens auch noch Pech dazu, diese Fußballerweisheit hat sich für Hertha BSC im Spiel bei Sporting Lissabon bewahrheitet. Die Berliner hatten im Stillen gehofft, mit einem guten Ergebnis auf europäischer Ebene, die Schlappen der vergangenen Bundesligaspiele ein wenig vergessen zu machen. Doch schon nach 18 Minuten war diese Hoffnung dahin. Ein abgefälschter Schuss von Adrien Silva landete unhaltbar im Berliner Tor, das wieder vom jungen Sascha Burchert gehütet wurde. Der Glückstreffer bescherte den Portugiesen einen glücklichen Sieg, denn: Hertha war nicht schlechter, kurz vor dem Abpfiff traf Christoph Janker sogar noch die Latte. Danach musste Torschütze Silva mit Gelb-Rot vom Platz.

"Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen", sagte Karsten Heine, der dennoch etwas enttäuscht wirkte. "Es fehlt die Ruhe. Die bekommt man aber nur durch ein Erfolgserlebnis." Doch das lässt weiter auf sich warten. Unter Strich bleibt daher: Wie in der Bundesliga, stehen die krisengeschüttelten Berliner auch in der Europa League nach dem 2. Spieltag in Gruppe D mit nur einem Punkt auf dem Konto am Tabellenende. Im zweiten Spiel trennten sich Ventspils und Heerenveen 0:0.


Autor: Andreas Ziemons
Redaktion: Sarah Faupel

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