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Politik

Blutbad in pakistanischer Moschee

Ein Selbstmordattentäter hat in einem Dorf im Nordwesten Pakistans während des Freitagsgebetes ein Massaker angerichtet. Der Anschlag gilt als einer der schlimmsten in der jüngsten Zeit.

Entsetzte Menschen stehen in den Trümmern der Moschee (Foto: AP)

Der Anschlag zerstörte die Moschee bis auf die Grundmauern

Die Bluttat ereignete sich am Freitag (27.03.2009) nahe der Stadt Jamrud in der unruhigen Khyber-Stammesregion an der Grenze zu Afghanistan. In der Moschee des Dorfes Bagiari hatten sich rund 250 Gläubige zum Gebet versammelt, als der Attentäter zuschlug.

Nur zwei Minarette blieben stehen

Er habe sich in dem Moment in die Luft gesprengt, als der Vorsteher des Gotteshauses mit dem Gebet begonnen habe, berichten Augenzeugen. Anwohner und Polizisten gruben anschließend mit bloßen Händen in den Trümmern nach Überlebenden. Die Wucht der Explosion ließ das zweistöckige Gebäude komplett einstürzen. Nur zwei Minarette blieben stehen. Über 50 Leichen haben die Rettungskräfte bislang geborgen. Weit über 100 Menschen wurden verletzt.

Nach offiziellen Informationen befinden sich unter den Opfern auch viele Sicherheitskräfte. Direkt neben der Moschee ist eine Polizeiwache. Beide Gebäude liegen an der Schnellstraße über den Khyber-Pass nach Afghanistan. Diese gilt als eine der wichtigsten Nachschublinien für die internationale Afghanistan-Schutztruppe. Extremisten hatten dort in den vergangenen Monaten immer wieder Angriffe auf die Lieferungen für ausländische Soldaten in Afghanistan verübt. Pakistan hatte deshalb besonders in der Gegend von Jamrud Militär zusammengezogen.

Rückzugsraum für muslimische Kämpfer

Pakistans Staatschef Asif Ali Zardari (Foto: dpa)

Verurteilte das Blutbad scharf: Pakistans Staatschef Zardari

Es war einer der schwersten Anschläge in der Geschichte Pakistans. Staatschef Asif Ali Zardari verurteilte das Blutbad in der Moschee, zu dem sich bislang noch niemand bekannt hat. Doch für die örtlichen Behörden steht fest, dass militante Taliban-Milizen für das Massaker verantwortlich sind. Die pakistanischen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan gelten allesamt als Hochburg der Extremisten und Rückzugsraum für im Nachbarland aktive Taliban-Kämpfer und El-Kaida-Terroristen. (win/gri/dpa/afp/rtr/ap)

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